NewsAuslandKlimadebatte entzweit Wirtschaftsführer in Davos auch zum Abschluss
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Klimadebatte entzweit Wirtschaftsführer in Davos auch zum Abschluss

Freitag, 24. Januar 2020

US-Finanzminister Steven Mnuchin. /picture alliance, KEYSTONE

Davos – Zum Ausklang des Weltwirtschaftsforums in Davos ist der Graben zwischen den führenden Wirtschaftsnationen USA und Deutschland in der Klimapolitik noch einmal offen zu Tage getreten.

Der Klimawandel sei nur eines von vielen Problemen, sagte US-Finanzminister Steven Mnuchin heute auf einer Diskussionsveranstaltung mit Notenbankern und Politikern am letzten Tag des diesjährigen Jahrestreffens in den Schweizer Alpen. „Ich denke, wir soll­ten von Umweltproblemen sprechen und nicht vom Klimawandel“, sagte er. Probleme mit der Umwelt wolle er aber keineswegs kleinreden.

Anzeige

Es gebe den Klimawandel, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). „Wenn wir das nicht managen, werden wir viele negative Konsequenzen erleben“, sagte er mit Blick auf die Erderwärmung.

Das Problem müsse auch dadurch angegangen werden, indem Unternehmen Anreize erhielten, neue Techniken zu entwickeln und CO2-Ausstoß zu vermeiden. Der Zeitpunkt dafür sei jetzt gekommen. Auf andere zu warten, könne möglicherweise eine sehr ge­fährliche Strategie sein.

„Ungeachtet des 30-Jahresplans unserer deutschen Freunde: Technologie wird sich in den kommenden 30 Jahren sehr verändern“, so Mnuchin. „Ich glaube, es gibt keinen Weg, wie wir diese Risiken über die kommenden 30 Jahre in Modellen berechnen können“, sagte Mnuchin. „Wir überschätzen die Kosten“, fügte er an. Ein Preis auf den Verbrauch von CO2 sei eine Steuer für hart arbeitende Menschen.

Die USA waren unter Präsident Donald Trump aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015 ausgetreten, was die Erderwärmung durch die Begrenzung von Kohlendioxid-Emissionen bis 2050 – also in 30 Jahren – auf maximal 2 Grad Celsius begrenzen sollte.

Ziel ist es, nur 1,5 Grad Erwärmung zu erreichen. Deutschland will vom kommendem Jahr an mit einem Preis von 25 Euro je Tonne den Ausstoß von CO2 verteuern, um die eigenen CO2-Emissionen zu drücken. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Februar 2020
München – Schwer abbaubare Schadstoffe sind in entlegenen alpinen Gebieten nachweisbar. Verbote zeigen teils Wirkung, wie Luftmessungen deutscher und österreichischer Forscher an der Zugspitze und in
„Chemischer Fußabdruck“ in Alpenluft gemessen
18. Februar 2020
Berlin – Der Geologe und Klimaforscher Gerald Haug wird neuer Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Er wird offiziell das Amt am 1. März 2020 von Jörg Hacker übernehmen, der
Klimaforscher wird neuer Präsident der Leopoldina
18. Februar 2020
Nairobi/Kampala – Experten haben vor einer zweiten Ausbreitungswelle der Wüstenheuschrecken in Ostafrika gewarnt. Die Insekten hätten entlang ihres Weges Eier gelegt, teilte heute ICPAC mit, das
Warnung vor zweiter Heuschreckenwelle in Ostafrika
14. Februar 2020
Amsterdam – Die internationalen Rheinstaaten haben sich auf eine Säuberung des Rheins von Medikamentenresten, Pestiziden und anderen chemischen Stoffen verständigt. In den nächsten 20 Jahren sollen
Staaten wollen Rhein von Medikamenteresten und Pestiziden säubern
13. Februar 2020
Berlin – Angesichts der immer häufiger werdenden Hitzeperioden und deren Auswirkungen speziell auf vulnerable Bevölkerungsgruppen wie ältere und vorerkrankte Menschen muss die Klimatisierung der
Krankenhäuser sollten Situation für Patienten bei Hitzeperioden verbessern
13. Februar 2020
Straßburg/Brüssel – Trotz einer Milliardenlücke in der EU-Kasse infolge des Brexits besteht EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf höhere Ausgaben gegen die Klimakrise. Sie werde kein
EU-Haushalt: Von der Leyen will Geld für Klimawende trotz Milliardenlücke
13. Februar 2020
Nairobi – Trotz großflächiger Bekämpfung der Heuschreckenplage in Ostafrika ist weiterhin die Nahrungsgrundlage von Millionen Menschen in Gefahr. Die Wüstenheuschrecken könnten in den kommenden
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER