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Ärzteschaft

Wissenschaftlichkeit muss Grundlage ärztlicher Tätigkeit bleiben

Freitag, 24. Januar 2020

/Gorodenkoff, stockadobecom

Berlin – Die wissenschaftliche Medizin muss weiterhin die Grundlage ärztlicher Tätigkeit bilden. Dafür hat sich die Bundesärztekammer (BÄK) in ihrer Stellungnahme „Wissen­schaftlichkeit als konstitutionelles Element des Arztberufes“ ausgesprochen, die sie auf Empfehlung ihres Wissenschaftlichen Beirats vorgelegt hat.

Um Schritt halten zu können mit dem enormen Erkenntniszuwachs und dem technischen Fortschritt müssten Ärzte wissenschaftliche Informationen und ihre Quellen kritisch eva­lu­ieren und anwenden können, heißt es darin.

Der Grundstein für den Erwerb der Wissenschaftskompetenzen werde in der medizini­schen Ausbildung gelegt. Die BÄK verweist gleichzeitig auf die Bedeutung der ärztlichen Weiter- und Fortbildung im Hinblick auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der im Studium erworbenen Kenntnisse.

„Wissenschaftlichkeit und lebenslanges Lernen sind Kernelemente der ärztlichen Tätig­keit“, betonte BÄK-Präsident Klaus Reinhardt. Nur wenn sie fachlich auf dem neuesten Stand seien, könnten Ärzte ihre Patienten optimal behandeln. Er erläuterte, die bewährte ärztliche Fortbildungskultur werde aber durch die extreme Arbeitsverdichtung und die ausufernde Bürokratie in Krankenhäusern und Praxen bedroht.

Die von einem Arbeitskreis des Wissenschaftlichen Beirats unter der gemeinsamen Feder­führung von Robert Jütte und Heyo Kroemer erarbeitete Stellungnahme betont außerdem die Notwendigkeit einer Finanzierung von Fortbildungsveranstaltungen innerhalb des Systems, um einer möglichen Einflussnahme der pharmazeutischen Industrie durch Sponsoring entgegenzuwirken.

Neben klassischen Fortbildungsveranstaltungen sei zudem ein Ausbau des digital ge­stütz­ten Zugangs zu Informationen ebenso notwendig wie die Förderung des „Organisa­tionalen Lernens“, zum Beispiel in ärztlichen Peer-Reviews oder Qualitätszirkeln.

Die ärztliche Aus-, Weiter- und Fortbildung muss nach Auffassung der Experten darüber hinaus die Versorgungsrealität widerspiegeln, die immer stärker geprägt werde von Interdisziplinarität, Interprofessionalität und flachen Hierarchien.

So setze die zunehmende Ambulantisierung der medizinischen Versorgung einen entsprechenden Zuwachs und eine kontinuierliche Weiterentwicklung medizinisch-wissenschaftlicher Expertise im ambulanten Bereich voraus. Dies erfordere auch eine verstärkte Kooperation zwischen ambulantem und stationärem Sektor nicht nur in der Aus-, Weiter- und Fortbildung, sondern auch bei Forschungsaktivitäten. © may/EB/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #79783
Practicus
am Donnerstag, 30. Januar 2020, 00:58

@Mitdenker

Dann geben Sie mal "Neosmart AG" in eine Suchmaschine Ihrer Wahl ein! Herr Boksberger betreibt schon lange reißerische Gesundheitsseiten, die viele Klicks produzieren....
Neosmart ist bereits der vierte Anlauf dieser AG, die vorher schon unter den Namen - Mind Team AG- Trianon AG- redG Ltd....
Heinz Boksberger hat in seiner bisherigen beruflichen Laufbahn 21 Firmen (mit-)gegründet, mit 2 Firmen Konkurs angemeldet und 11 Firmen liquidiert ....
Das spricht für Vertrauenswürdigkeit, ganz ohne Zweifel!
Avatar #79783
Practicus
am Montag, 27. Januar 2020, 23:25

@Mitdenker

Ach so, aus DIESER Quelle beziehen Sie ihre Informationen...
Eine Seite, die ihre Autoren nicht nennt - wer da für den Verkauf wertloser "Ernährungsberaterkurse" wirbt, ist nicht bekannt... Name? Qualifikation? Beerufliche Tätigkeit? Alles Fehlanzeige.
Das "Zentrum der Gesundheit" ist so vertrauenswürdig wie Fox-News...
Belegen Sie ihre Anwürfe bitte mit echten Quellen!
Avatar #737153
rodneyprice
am Montag, 27. Januar 2020, 13:04

Wissenschaftlichkeit muß Grundlage.....

Dazu müßte endlich die Homeopathie als Quacksalberei erkannt werden und per Gesetz aus den Krankenkassenleistungen verbannt werden, wer Homeopathie haben möchte soll ruhig selber bezahlen. Die Einrichtung einer Hochschulfakultät, die sich mit "alternativen" Heilmethoden befaßt (wie die in Cornwall, england), wäre zu begrüßen. Somit könnte man der Quacksalberei den Garaus machen.
Avatar #88255
doc.nemo
am Montag, 27. Januar 2020, 12:41

Hoffnungsschimmer

Hoffentlich deutet sich damit ein Ende des alten Hoppe'schen Kuschelkurses der BÄK mit der esoterischen Paramedizin an!
Avatar #808406
ksusu
am Freitag, 24. Januar 2020, 21:00

Wissenschaftlichkeit

Wissenschaftlichkeit passt allerdings nicht mit esoterischem Humbug wie der Homöopathie zusammen. Das hat sich wohl noch nicht in allen Ärztekammern rumgesprochen.
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