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Politik

Landarztquote: CDU in Niedersachsen wirbt für mehr Maßnahmen

Montag, 27. Januar 2020

Bernd Althusmann (CDU), Landesvorsitzender der CDU in Niedersachsen, spricht während der Klausurtagung der niedersächsischen CDU. /picture alliance, Philipp Schulze

Walsrode – Im Ringen um eine bessere ärztliche Versorgung auf dem Land hat Nieder­sach­sens CDU-Chef Bernd Althusmann für weitere Maßnahmen über die Landarztquote hinaus geworben.

„Eine wie auch immer ausgestaltete Landarztquote wird uns kurzfristig nicht helfen. Wir brauchen ein gesamtes Maßnahmenpaket“, sagte Althusmann am Rande der CDU-Klausur vorgestern in Walsrode. Als Beispiele nannte er den Quereinstieg von Krankenhausärzten in Arztpraxen und mehr Studienplätze für angehende Mediziner. Der Ärztemangel auf dem Land nehme zu.

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Erst am vergangenen Freitag hatte die CDU ihre Unterstützung für die von der SPD im Wahlkampf geforderte Quote signalisiert, nachdem sich Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) lange dagegen gesperrt hatte. In Walsrode berücksichtigten die Christ­demokraten die Quote nun als Teil eines Maßnahmenkatalogs zur Gesundheitsversor­gung.

Mit einer Landarztquote könnte das Land einen Teil der Medizinstudienplätze an Bewerber vergeben, die sich verpflichten, sich später in einem unterversorgten Gebiet niederzu­lassen. Im Gespräch sind dafür zehn Prozent der Studienplätze. Die SPD-Fraktionschefin Johanne Modder hatte kürzlich eine Einführung spätestens zum Wintersemester 2021/22 gefordert.

Der niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) begrüßte die geplante Landarzt­quote. „Es darf nicht sein, dass es eine ordentliche ärztliche Versorgung nur in Großstäd­ten gibt. Auch auf dem Land müssen wir Haus- und Fachärzte haben, damit das Leben hier lebenswert bleibt“, sagte NSGB-Sprecher Thorsten Bullerdiek.

„Mit der Einführung einer Landarztquote wird hierzu ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan.“ Dem NSGB zufolge geht in den nächsten zehn Jahren etwa jeder dritte der 14.600 niedergelassenen Ärzte in Niedersachsen in den Ruhestand. © dpa/aerzteblatt.de

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