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Politik

Pflege: Empfehlungen für Musterweiter­bildungsordnung vorgelegt

Dienstag, 28. Januar 2020

/dpa

Berlin – Der Deutsche Bildungsrat für Pflegeberufe (DBR) hat heute Empfehlungen für eine „Musterweiterbildungsordnung für Pflegeberufe“ (MWBO PflB) vorgelegt.

Im Unterschied zu den ärztlichen Weiter­bildungs­ordnungen enthält sie keine nach Fach­richtungen unterteilten Vorgaben, sondern Vorgaben, die für alle Pflegekräfte gelten: für Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpfleger ebenso wie für die Pflegefach­frauen und -männer, die eine generalistische Ausbildung absolviert haben.

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Die Musterweiterbildungsordnung Pflege enthalte unter anderem grundlegende Ausfüh­rungen zum Selbstverständnis pflegeberuflicher Weiterbildung sowie zu Veränderungen in verschiedenen gesellschaftlichen Systemen und Bereichen, die Auswirkungen auf pfle­geberufliche Bildung haben, heißt es vom DBR. Zudem beschreibe sie Ziele, Prinzi­pien und Eckpunkte, die bei der Konzeption künftiger Weiterbildungen maßgeblich sein soll­ten.

Schwerpunkt auf einheitliche Qualitätsstandards

Seit dem 1. Januar dieses Jahres gilt das Pflegeberufegesetz, mit dem die bislang ge­trenn­ten Ausbildungen zur Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege zu einer Ausbildung zusammengeführt wurden.

Die ersten beiden Jahre lernen alle Auszubilden­den dabei gemeinsam. Danach können sie sich entscheiden, ob sie die generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft absolvieren oder sich auf die Altenpflege oder die Kinderkrankenpflege spezialisieren wollen.

„Während bundesweit alle Anstrengungen auf die erfolgreiche Implementierung der neu­en Pflegeausbildung gerichtet werden, gerät die Gestaltung anschlussfähiger Weiter­bil­dungen für Pflegeberufe noch nicht hinreichend in den Blick“, erklärte der DBR.

Die neue Pflegeausbildung fordere eine frühzeitige Konzeptualisierung anschlussfähiger Weiterbildungen, die durch möglichst einheitliche Qualitätsstandards gekennzeichnet sind.

Unter anderem müssten die Ausrichtung des professionellen Pflegehandelns auf Lebens­situationen und Lebenswelt der zu pflegenden Menschen und die konsequente Kompe­tenz­orientierung in den Weiterbildungen aufgegriffen werden.

Rheinland-Pfalz hat eigene Weiter­bildungs­ordnung

Als erste Pflegekammer hat sich die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz am 30. Januar 2018 eine Weiter­bildungs­ordnung gegeben. Die Pflegekammern Niedersachsen und Schleswig-Holstein erarbeiten derzeit noch eine abschließende Weiter­bildungs­ordnung.

Der Deutsche Bildungsrat für Pflegeberufe wurde 1993 gegründet und wird heute von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen in Deutschland (ADS), dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), dem Berufs­verband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS), dem Verband der Schwestern­schaften vom DRK (VdS) und dem Katholischen Pflegeverband (KPV) getragen. Er befasst sich mit allen Aspekten der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pflegeberufe. © fos/aerzteblatt.de

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