NewsHochschulenWarnstreik am Uniklinikum Schleswig-Holstein angekündigt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Warnstreik am Uniklinikum Schleswig-Holstein angekündigt

Donnerstag, 30. Januar 2020

/dpa

Kiel – Im Konflikt um eine Entlastung der Pflegekräfte am Universitätsklinikum Schles­wig-Holstein (UKSH) hat die Gewerkschaft Verdi zu einem Warnstreik kommende Woche aufgerufen.

Betroffen seien am kommenden Montag und Dienstag alle Bereiche des Klinikums in Kiel und Lübeck sowie das Zentrum für integrative Psychiatrie (ZiP), teilte Verdi heute mit. Ausgenommen seien die stationären Kinderbetten und die geschlossenen Bereiche des ZiP.

Anzeige

Verdi verlangt deutlich mehr Personal. Das Klinikum hat angeboten, 182 zusätzliche Pflegekräfte einzustellen. Aus Sicht Verdis werden 420 Mitarbeiter mehr benötigt, um eine angemessene Pflege zu gewährleisten.

„Wir hätten gerne auf diesen für alle Beteiligten schwierigen Warnstreik verzichtet, aller­dings zwingt uns die starre Haltung des Vorstands jetzt zu Arbeitskampfmaßnahmen“, er­klärte Verdi-Verhandlungsführer Steffen Kühhirt.

Die Notfallversorgung und die Versorgung von Patienten im UKSH seien gewährleistet. Regeltermine oder vereinbarte Termine, die keinen Notfall darstellen, könnten durch den Warnstreik verzögert werden oder ausfallen. Patienten sollten sich deshalb an das UKSH wenden, bevor sie anreisen, riet Verdi.

Die sechste Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit ist für den 6. und 10. Februar angesetzt. Verdi hat in den Mittelpunkt die Forderung nach deutlich mehr Pflegepersonal gestellt. Die Mitarbeiter seien völlig überlastet.

„Die Ankündigung des Warnstreiks ist angesichts der konstruktiven Sondierungsge­sprä­che überraschend“, sagte für das Uniklinikum Pressesprecher Oliver Grieve. Es gebe weder Tarifverhandlungen noch eine konkrete Forderung von Verdi.

Das UKSH habe der Gewerkschaft bislang geduldig geholfen, „unsystematisch vorgetra­gene Personalwünsche zu strukturieren“ und auch Ideen für eine Entlastung zu entwi­ckeln, sagte er. Man habe kein Verständnis dafür, dass die Gewerkschaft die Versorgung von Patienten beeinträchtige, weil sie selbst über Wochen nicht in der Lage sei, ihre eigenen Ziele zu formulieren. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER