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Politik

Bundestag beschließt neue Stiftung zur Förderung des Ehrenamts

Donnerstag, 30. Januar 2020

/dpa

Berlin – Ehrenamtliches Engagement in Deutschland wird künftig mit einer neuen öff­entlich-rechtlichen Stiftung unterstützt. Der Bundestag beschloss heute mit der Mehrheit der Großen Koalition die Einrichtung einer „Deutschen Stiftung für Engagement und Eh­renamt“, die den Einsatz der Bürger „insbesondere in strukturschwachen und ländlichen Räumen“, stärken soll.

Dafür sollen pro Jahr rund 30 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Bundesfamilienminis­terin Franziska Giffey sprach von einem „wichtigen Signal“ für die Zivilgesell­schaft. „Wir stärken den Engagierten und Ehrenamtlichen im Land den Rücken“, hob sie hervor.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nannte ehrenamtliches Engagement ein „Markenzeichen unseres Landes“. Unions-Fraktionsvize Nadine Schön erklärte: „Ohne Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, wäre unser Zusammenleben ärmer.“

Konkret soll die Stif­tung etwa ehrenamtlichen Organisationen und Engagierten mit Infor­ma­tionen helfen und digitale Innovationen in diesem Bereich fördern. Auch „begleitende Forschung“ ist vorge­sehen.

Das Geld für die Stiftung soll ab dem kommenden Jahr von den Bundesministerien für Fa­milie, Inneres und Landwirtschaft gemeinsam aufgebracht werden. Die Organisation soll ihren Sitz in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern haben.

Die Diakonie begrüßte heute das Projekt. „Die jetzige Ausgestaltung springt bei der Büro­kratie allerdings zu weit und bei der konkreten Unterstützung von Millionen freiwillig En­gagierter zu kurz“, kritisierte das für Sozialpolitik zuständige Vorstandsmitglied Maria Loheide.

Sie verwies auf die geplante Ausstattung der Geschäftsstelle mit 75 Mitarbeitern, was be­reits „einen Gutteil der zur Verfügung stehenden Mittel verbrauchen“ werde. Es sei zu er­warten, dass von den 30 Millionen Euro Budget pro Jahr „nur die Hälfte bei der engagier­ten Basis ankommt“. © afp/aerzteblatt.de

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