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Ärzteschaft

Ärzte beginnen ambulante Weiterbildung deutlich früher

Freitag, 31. Januar 2020

/Africa Studio, stock.adobe.com

Berlin – Ärzte, die sich für eine ambulante Weiterbildung interessieren, werden immer jünger. Das geht aus dem Evaluationsbericht 2018 der Kassenärztlichen Bundesvereini­gung (KBV) hervor. Die KBV erwartet deshalb, dass ärztlicher Nachwuchs perspektivisch früher in die ambulante Versorgung einsteigen wird.

Dem Bericht zufolge betrug das Durchschnittsalter der Ärzte in Weiterbildung (AiW) im allgemeinmedizinischen Bereich 2016 noch 40,3 Jahre. 2018 lag es dagegen bei 38,3 Jahren. Die Mediziner in der Weiterbildungsförderung der weiteren Facharztgruppen waren im Durchschnitt 35,2 Jahre alt – ein Jahr jünger als zum Förderstart in 2016.

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„Das vor vier Jahren im V. Sozialgesetzbuch verankerte erweiterte Förderprogramm Wei­ter­bildung zeigt somit Wirkung“, sagte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Stephan Hofmeister. Damit sei die Weiterbildung umfassender und attraktiver gefördert worden, unter anderem durch mehr Förderstellen und einen höheren monatlichen Förderbetrag.

So flossen 2018 rund 280 Millionen Euro für die Weiterbildung in die von Kassenärzt­li­chen Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen paritätisch finanzierten Gehaltszu­schüsse im vertragsärztlichen Bereich, davon rund 42 Millionen für Weiterbildungsstellen in der fachärztlichen Versorgung.

Insgesamt ist laut Bericht die Zahl aller geförderten Ärzte in Weiterbildung gegenüber 2017 um 14,8 Prozent gestiegen. Von den 1.621 AiW in den weiteren Facharztgruppen strebten 24 Prozent einen Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und 17 Prozent einen Facharzt für Augenheilkunde an. Jeweils 15 Prozent wollten in den Fachgebieten Derma­to­logie und Gynäkologie tätig sein.

Darüber hinaus ermittelte die KBV, dass 2018 etwa 72 Prozent aller AiW weiblich waren. Hier zeigte sich im Vergleich zu den Vorjahren keine Veränderung. Dagegen setzte sich laut KBV der Trend in zu immer mehr Teilzeitbeschäftigung fort: Während 2015 noch 31 Prozent in Teilzeit beschäftigt waren, stieg der Anteil 2018 auf 41 Prozent. © hil/sb/aerzteblatt.de

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