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Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Jeder vierte Anrufer an Notaufnahme vermittelt

Freitag, 31. Januar 2020

/dpa

Berlin – Die häufigsten Gründe, warum Patienten den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 anrufen, sind Erbrechen/Übelkeit, Bauchschmerzen und Fieber. Das geht aus einer Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) hervor.

Für die Analyse hat das Zi Daten aus der Ersteinschätzungssoftware SmED untersucht. Das Programm „Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland“ unterstützt die Disponenten an der Hotline und hilft ihnen, die Dringlichkeit des Behandlungsbedarfs zu bewerten und die angemessene Versorgungsebene zu ermitteln.

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Insgesamt hat Zi mehr als 84.000 Assessments aus dem SmED-Probebetrieb von 14 teil­neh­men­den Kassenärztlichen Vereinigungen für den Zeitraum April bis Dezember 2019 analysiert.

Demnach hatte SmED 74 Prozent aller Anrufenden eine ärztliche Beratung angeraten. Bei bis zu 24 Prozent empfahl die Software eine Behandlung in der Notaufnahme. Etwa ein Prozent wurde gleich als Notfall erkannt und an den Rettungsdienst weitergeleitet.

Insgesamt waren die fünf häufigsten Beschwerden neben Erbrechen/Übelkeit (17 Pro­zent), Bauchschmerzen (14 Prozent) und Fieber (14 Prozent) Rückenschmerzen (11 Pro­zent) und Schwindel (10 Prozent).

Unter den Anrufern, die als Notfall an den Rettungs­dienst gegeben wurden, rangierte Atemnot (77 Prozent) ganz vorne. Mit weitem Abstand folgten Brustschmerzen (9 Prozent) vor Fieber (9 Prozent) und Husten (8 Prozent).

Laut Zi soll in den nächsten Monaten SmED auch Rettungsdienstmitarbeitern im mobilen Einsatz zur Verfügung gestellt werden. Zudem sei eine digitale Selbsteinschätzung mit anschließender Buchung eines geeigneten Arzttermins per Website oder Smartphone-App in Vorbereitung.

Das Zi zeigte sich zuversichtlich, dass die telefonische und digitale Ersteinschätzung den Patienten mehr Sicherheit geben und die Notaufnahmen weiterhin spürbar entlasten wird.

Deshalb sei es folgerichtig, eine vergleichbare Ersteinschätzung künftig auch am Tresen integrierter Notfallzentren und in den Gemeinsamen Notfallleitsystemen von Rettungs­leitstellen und KVen einzusetzen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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