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Ärzteschaft

Nachwuchsmediziner wollen digital arbeiten

Freitag, 31. Januar 2020

Berlin – Ohne Stift und Papierakte, dafür mit dem Finger am Tablet hoffen angehende Ärztinnen und Ärzte auf eine Klinikzukunft, in der sie mehr Zeit für ihre Patienten haben.

Die digitalen Anwendungen könnten den Arzt vor allem von der Bürokratie im Berufsalltag entlasten, sagten sie in einem Video-Interview dem Deutschen Ärzteblatt auf dem Berufskongress „Operation Karriere“. Um Behandlungsfehlern vorzubeugen, müssten die digitalen Möglichkeiten zudem genutzt werden, um die Kommunikation zwischen ambulantem und stationärem Sektor zu verbessern.

Wichtig sei bei allen Forderungen an die digitale Medizin, dass der Datenschutz eingehalten werde, forderten die Medizinstudierenden.

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Digitalisierung in der Medizin

© jff/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Sonntag, 2. Februar 2020, 23:53

Nicht nur Nachwuchsmediziner wollen digital arbeiten,

auch gestandene Kollegen möchten mit einer funktionierenden IT arbeiten. Das Hauptproblem besteht darin, dass die IT-Firmen, welche derartige Produkte anbieten, wenig bis kein Interesse daran haben, ihre Programme zur Zusammenarbeit mit anderer Software fit zu machen. Es gibt zwar die HL7-Schnittstelle, aber die ist noch meilenweit davon entfernt, eine wirklich universelle Schnittstelle für medizinische Daten zu sein (analog zur USB-Schnittstelle in der IT-Hardware).
https://de.wikipedia.org/wiki/HL7

Die IT-Firmen stehen zueinander im Wettbewerb, deshalb ist die Installation einer Software preislich oft noch überschaubar. Das Geschäftsmodell der meisten dieser Firmen besteht darin, bei Erweiterungsmodulen und bei Schnittstellen richtig zuzuschlagen. Wer z.B. einen Scanner an den PC anschließen möchte, findet oft einen kostenlosen Treiber im Netz. Die Anbindung eines kleinen Laborgeräts an die Labor-EDV kostet dagegen oft um die 1000 €, obwohl auch hier praktisch auch nur ein Treiber an die richtige Stelle kopiert werden muss. Die Schnittstelle zwischen einer Labor-EDV und einem Kliniksystem (wenn z.B. ein neues Modul angeschafft wird) kostet meist um die 10 000 €, Erweiterungsmodule für eine bestehende Software liegen je nach Funktionsumfang zwischen 20 000 und 150 000 €. Wenn man jetzt schaut, was die Bundesländer an Investitionsmitteln bereitstellen, dann wird klar, dass man da keine großen Sprünge machen kann.

Im Krankenhaus müssen die verschiedensten Bereiche und Berufsgruppen Daten austauschen (Ärzte, Pflege, Labor, Radiologie, Abrechnung/Kodierung, Notaufnahme und MVZ-Praxen), da kommen schnell Softwarekosten in Millionenhöhe zusammen, wenn man auf alle Wünsche eingehen würde. Wenn Herr Spahn neben seinem Hang zur Selbstprofilierung auch mal Zeit für Sacharbeit hätte, dann sollte er sich für die Weiterentwicklung einer verbindlichen Schnittstelle zum Austausch medizinischer Daten einsetzen.
Avatar #766946
Pana Cea
am Sonntag, 2. Februar 2020, 14:59

seit 20 Jahren

warrten wir doch jetzt schon darauf. 30% Verwaltung bei einem Klinikarzt, überlastete Krankenpfleger, die Paperakten pflegen, da kommt die eigentliche Aufgabe zu kurz. Warum werden die elektronischen Hilfsmittel nicht eingesetzt? Weil die Entscheider Angst vor der EDV haben? Wann kommt da die neue Generation?
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