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Warnstreik stört Betrieb der Uniklinik Schleswig-Holstein

Montag, 3. Februar 2020

/picture alliance, Carsten Rehder

Kiel – Ein Warnstreik hat heute die Arbeit der Universitätskliniken in Kiel und Lübeck behindert. Nach Angaben von Verdi-Streikleiter Steffen Kühhirt betraf die Arbeitsnieder­legung alle Bereiche. Es habe nur Notoperationen gegeben.

Die Gewerkschaft Verdi will mit der zweitägigen Aktion den Druck auf den Vorstand des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) erhöhen, um deutliche Entlastungen der Pflegekräfte durchzusetzen.

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Kühhirt sprach von knapp 350 Warnstreikteilnehmern aus der Frühschicht in Lübeck und 250 in Kiel. Ein UKSH-Sprecher bezifferte am späten Vormittag die Gesamtzahl der strei­kenden Mitarbeiter auf etwa 300.

Laut UKSH sind im Klinikum insgesamt rund 3.300 Pflegekräfte beschäftigt. Von seinem Warnstreik-Aufruf hatte Verdi nur die stationären Kinderbetten und die geschlossenen Bereiche am Zentrum für integrative Psychiatrie ausgenommen.

Die sechste Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit am Klinikum ist für diesen Donnerstag und nächste Woche Montag angesetzt. Verdi hat in den Mittelpunkt die Forderung nach deutlich mehr Pflegepersonal gestellt.

Die Mitarbeiter seien völlig überlastet. Das Klinikum hat bisher angeboten, 182 zusätzli­che Mitarbeiter einzustellen. Aus Verdi-Sicht werden 420 Mitarbeiter mehr benötigt, um eine angemessene Pflege zu gewährleisten.

Verdi-Streikleiter Kühhirt wertete die Teilnahme an dem Warnstreik als sehr gut. „Wir ha­ben den Druck spürbar erhöht“, sagte er. „Wir erwarten vom Vorstand, dass er jetzt ernst­haften Verhandlungswillen zeigt“, sagte er im Blick auf die anstehende nächste Verhand­lungsrunde. „Wenn der Vorstand weiter alles blockiert, wird es weitere Aktionen geben.“

„Das ist insgesamt keine ganz leichte Situation“, sagte UKSH-Sprecher Oliver Grieve. Es gebe Notdienstbesetzungen, aber Verdi schicke weniger Personal als vereinbart. Es gebe keine geeinten Personalzahlen, sagte dagegen Streikleiter Kühhirt. Das UKSH habe Ge­spräche darüber einseitig verlassen. „Wir haben großes Interesse an einem geregelten Notdienst“, betonte Kühhirt.

Verdi will den Warnstreik der Pflegekräfte morgen fortsetzen. Für diesen Tag hat die Ärz­te­gewerkschaft Marburger Bund auch rund 1.600 UKSH-Ärzte zu einem eintägigen Warn­streik aufgerufen. Hier geht es ebenfalls um Forderungen nach besseren Arbeitsbedin­gun­gen und nach mehr Geld. Anlass ist die Fortsetzung der Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder. © dpa/aerzteblatt.de

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