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Ärzteschaft

Etwas mehr berufstätige Ärzte in Sachsen-Anhalt

Montag, 3. Februar 2020

/dpa

Magdeburg – Die Zahl der berufstätigen Ärzte in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr weiter leicht gestiegen – immer mehr von ihnen arbeiten allerdings in Teilzeit. Der Ärzte­kammer Sachsen-Anhalt zufolge praktizierten in dem Bundesland 9.499 Mediziner und damit 63 mehr als im Jahr zuvor. Mehr als 5.500 von ihnen waren in stationären Einrich­tun­gen tätig.

In Praxen oder Medizinischen Versorgungszentren arbeiteten rund 3.500 Ärzte. Die Zahl ausländischer, berufstätiger Ärzte legte binnen eines Jahres um 62 auf 1.339 zu. Damit setzt sich der seit mehr als zehn Jahren anhaltende Wachstumstrend bei den ausländi­schen Medizinern fort.

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Die steigende Zahl der Ärzte reicht aus Sicht der Ärztekammer allerdings nicht, um den Mangel an Medizinern auszugleichen. Das liegt unter anderem daran, dass immer mehr Ärzte in Teilzeit arbeiten. Ihre Zahl hat sich den Angaben zufolge von rund 1.200 im Jahr 2018 auf 1.300 im vergangenen Jahr erhöht.

Beim Bundesvergleich zur Arztdichte steht Sachsen-Anhalt an drittletzter Stelle. Die zum Jahresende 2018 erhobenen Zahlen zeigen, dass in Sachsen-Anhalt ein Arzt auf 236 Ein­wohner kommt, nur in Brandenburg (249 Einwohner je Arzt) und Niedersachsen (242 Einwohner je Arzt) sind es noch mehr. In Bayern etwa liege das Verhältnis bei 1:202, in Mecklenburg-Vorpommern bei 1:212.

Die Zahlen der Lan­des­ärz­te­kam­mer zeigen zudem, dass es weniger sehr junge und mehr ältere Ärzte gibt. Die Zahl der Mediziner bis 30 Jahre sank landesweit von knapp 700 im Jahr 2018 auf nun 645. Die Zahl der über 60-jährigen Ärzte stieg von 1.485 auf nun knapp 1.540.

Die größte Altersgruppe stellten die 50- bis 59-Jährigen mit konstant etwa 2.700 Medizinern. Die Zahl der 30 bis 39 Jahre alten Ärzte stieg laut der Kammer von rund 2.500 auf etwa 2.630.

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt hat für die Hausärzte ein Durchschnitts­alter von gut 54 Jahren errechnet. Ein Drittel oder 475 Ärzte seien 60 Jahre und älter. Bei den Fachärzten liegen die Werte nur knapp darunter. © dpa/aerzteblatt.de

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