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Ärzteschaft

Ärger über fehlende Terminabsagen in Nordrhein-Westfalen

Montag, 3. Februar 2020

/pictworks, stock.adobe.com

Düsseldorf/Dortmund – Fachärzte in Nordrhein-Westfalen (NRW) ärgern sich über extra vermittelte, aber nicht abgesagte Termine ihrer Patienten. „Nach den uns von den Praxen freiwillig zurückgespielten Meldungen gehen wir auch im Jahr 2019 von einer Ausfall­quote von bis zu 15 Prozent aus“, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

Seit vier Jahren vermitteln Terminservicestellen (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigungen Facharzttermine an gesetzlich Krankenversicherte, die eine dringende Überweisung ha­ben. Innerhalb von vier Wochen bekommen sie einen Termin beim Facharzt. Das Angebot soll die Wartezeiten ver­kürzen und ausgleichen.

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In NRW wurden im vergangenen Jahr über die TSS auf diesem Weg mehr als 80.000 Ter­mine vermittelt. Am meisten gefragt waren Psychotherapeuten, berichteten die KVen Nordrhein und Westfalen-Lippe. Auch Sprechstunden von Neurologen, Radiologen, Kar­diologen oder Orthopäden waren gesucht.

2019 wurden von der Termin-Servicestelle im Bereich Nordrhein 19.700 Termine bei Fachärzten und weitere 21.600 bei Psychotherapeuten vermittelt. Die Einrichtung für Westfalen-Lippe vermittelte insgesamt 39.600 Termine, nicht wahrgenommene Termine werden aber nicht erfasst.

„Mit Blick auf die oft kritisieren langen Terminwartezeiten sind etwaige Leerläufe bei unseren Mitgliedern nach wie vor mehr als ärgerlich“, sagte der Sprecher der KV Nord­rhein. Eine bundesweite Regelung für die nicht eingehaltenen Termine wäre wünschens­wert. © dpa/aerzteblatt.de

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