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Mit Serratia-Keim infizierte Frühgeborene bleiben isoliert

Montag, 3. Februar 2020

Heide – Nach dem Tod eines Frühgeborenen am Westküstenklinikum in Heide im Kreis Dithmarschen (WKK) geht es den anderen neun ebenfalls mit dem Serratia-Keim infizier­ten Babys nach Angaben des Krankenhauses gut.

Die Bindehautentzündung eines der betroffenen Kinder sei weitgehend abgeklungen, teilte die Klinik gestern mit. Dafür zeige ein anderes Kind Zeichen einer leichten Binde­haut­entzündung, die behandelt werde. „Alle Kinder bleiben weiterhin isoliert.“

Am vergangenen Dienstag war ein bereits schwer geschädigtes Baby dreieinhalb Tage nach seiner Geburt gestorben. Ursache für den Tod war nach Einschätzung des Chefarzts der Kinderklinik, Thorsten Wygold, möglicherweise die Infektion mit dem Serratia-Keim. Der Magen-Darm-Keim sei in einer Blutkultur nachgewiesen worden.

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Ursprünglich war bei acht Frühgeborenen bei einer regelmäßigen Hygienekontrolle eine Besiedelung mit dem Keim nachgewiesen worden. Inzwischen seien es neun Babys, wo­bei der Befund erst jetzt vorliege und die Besiede­lung vor der Intensivierung der Hygie­ne­maßnahmen stattgefunden habe. „Bei dem Kind handelt es sich um einen größeren Säugling, für den der Keim keine Gefahr darstellt“, erklärte Wygold.

Wie der Keim auf die Frühgeborenen-Intensivstation kam, ist bislang nicht bekannt. Vermutlich wurde er von außen eingeschleppt. Mit der Desinfizierung sei bereits begonnen worden.

„Bereits leerstehende Zimmer wer­den fortlaufend mit hochwirksamen Desinfektions­mitteln gereinigt, ebenso Geräte, Flä­chen und bewegliches Inventar“, erklärte die Leiterin der Krankenhaushygiene, Christi­ane Sause. Zusätzlich sei geplant, diese Woche leerste­hende Räume durch Vernebelung mit Wasserstoffperoxid als weitere Sicherheits­maßnahme zu behandeln.

Seit vergangenem Donnerstag ist die Frühgeboren-Intensivstation für voraussichtlich mindestens 14 Tage für vorhersehbare Neuaufnahmen geschlossen worden. Perinatal­zentren in Itzehoe und Rendsburg haben ihre Unterstützung zugesagt. Der Betrieb im Kreißsaal und auf der Entbindungsstation sei nicht eingeschränkt. Auch die Intensiv­behandlung größerer Kinder laufe unverändert. © dpa/aerzteblatt.de

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