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Medizin

Cochrane-Autoren sehen keine Evidenz für Immunglobulin-The­rapie der Epilepsie

Mittwoch, 5. Februar 2020

/Kateryna_Kon, stock.adobe.com

Liverpool – Die Cochrane Epilepsy Group sieht keine Evidenz für die Gabe von intrave­nösen Immunglobulinen bei Patienten mit Epilepsie, die auf herkömmliche Antiepileptika nicht ansprechen. Der entsprechende Review ist in der Cochrane Library erschienen (doi 10.1002/14651858.CD008557.pub4).

Epilepsie ist eine häufige neurologische Erkrankung mit einer geschätzten Inzidenz von 50 pro 100.000 Personen. Epilepsiepatienten können verschiedene Arten von immuno­logischen Anomalien aufweisen, zum Beispiel niedrige Serum-Immunglobulin-A (IgA)-Spiegel. „Die intravenöse Behandlung mit Immunglobulin könnte einen wertvollen Ansatz darstellen“, schreiben die Autoren.

Sie haben daher nach Studien gesucht, die Auswirkungen der intravenösen Behandlung mit Immunglobulin auf die Häufigkeit und Dauer von Anfällen, die Lebensqualität und die Nebenwirkungen bei der Anwendung als Monotherapie oder als Zusatzbehandlung für Menschen mit Epilepsie untersuchen.

Letztlich war es laut den Autoren nur möglich, eine Studie mit 61 Teilnehmern einzube­ziehen. Dabei handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte, multizentrische Studie, in der die Behandlungswirksamkeit der Immunglobulin-Therapie als Zusatzbehandlung mit einem Placebozusatz bei Patienten mit arzneimittelresistenter Epilepsie verglichen wurde.

Über die Anfallsfreiheit wurde in der Studie nicht berichtet. Die Studie berichtete aber über einen statistisch signifikanten Effekt für die Gesamtbeurteilung zugunsten von Immunglobulin. Es wurden keine unerwünschten Wirkungen nachgewiesen.

„Wir können keine verlässlichen Schlussfolgerungen hinsichtlich der Wirksamkeit von IVIg als Behandlung von Epilepsie ziehen. Weitere randomisierte kontrollierte Studien sind erforderlich“, folgern die Cochrane-Autoren aus ihrer Recherche. © hil/aerzteblatt.de

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