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Ärzteschaft

Weiter Diskussion um Reform der ärztlichen Approbationsordnung

Montag, 3. Februar 2020

/MQ-Illustrations, stock.adobe.com

Berlin – Die Debatte um die Reform der ärztlichen Approbationsordnung ebbt nicht ab. Heute begrüßte die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) den jetzt vorliegenden Entwurf grundsätzlich, übte aber auch Kritik. Der Berufsverband der Deutschen Urologen zeigte sich skeptisch.

„Der Entwurf bietet viele Ansätze, das Medizinstudium in Deutschland im Sinne einer zukunftsfähigen universitären Lehre und Forschung sowie medizinischen Versorgung der Bevölkerung weiterzuentwickeln“, hieß es aus der Studierendenvertretung heute. Aller­dings müssten diese Ansätze „konsequent zuende gedacht und der Entwurf an vielen Stellen nachgeschärft werden“, so die bvmd.

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Positiv sehen die Medizinstudierenden die starke Ausrichtung auf Praxisnähe: „Eine stär­kere Fokussierung auf Praxisnähe sowie ärztliche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltun­gen sind wichtige Schritte in der Orientierung des Studiums auf die qualitativ hochwer­tige medizinische Versorgung von Patienten“, sagte bvmd-Präsidentin Aurica Ritter.

Auch die vorgesehene Stärkung der Allgemeinmedizin findet grundsätzlich die Zustimm­ung der Studierenden. Acht Wochen Blockpraktika sind den Studierenden jedoch zu viel: Die bvmd fordert eine Reduktion auf vier, maximal sechs Wochen.

„Ein rein quantitativer Ausbau der Blockpraktika ist nicht zielführend und gefährdet le­dig­lich die Qualität dieser. Zur Stärkung der Allgemeinmedizin und Steigerung ihrer Attrak­tivität eignet sich eine qualitativ hochwertige und innovative Lehre deutlich besser“, so Tobias Henke, Bundeskoordinator für Gesundheitspolitik der bvmd.

Die Studierenden mahnen zudem an, die primärärztliche Versorgung nicht ausschließlich mit der Allgemeinmedizin gleichzusetzen. An diesem Punkt setzt auch die Kritik des Be­rufsverbands der Deutschen Urologen (BvDU) an dem Entwurf für eine Approbationsord­nung an.

Dieser fokussiere zu sehr auf die All­gemeinmedizin und schließe alle anderen grundver­sorgende Haus- und Facharztgruppen aus: „Schon heute behandeln Urologen viele Pa­tien­ten jenseits des 50. Lebensjahres und leisten damit als anerkannte Grundversorger einen unverzichtbaren Beitrag“, sagte BvDU-Präsident Axel Schroeder. © hil/aerzteblatt.de

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