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Ulmer Kinderkranken­schwester aus Untersuchungshaft entlassen

Montag, 3. Februar 2020

/picture alliance, Christoph Schmidt

Ulm – Die Krankenschwester, die im Verdacht stand, am Universitätsklinikum Ulm Babys mit Morphium vergiftet zu haben, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Wie die Staatsanwaltschaft heute mitteilte, wurde der Haftbefehl gestern aufgehoben. Die weiteren Ermittlungen hätten ergeben, dass der dringende Tatverdacht gegen die Frau nicht aufrechterhalten werden könne.

Die Krankenschwester war am vergangenen Mittwoch wegen Verdachts auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung in Untersuchungshaft gekommen. Sie sollte Säuglinge Medikamente verabreicht und in Lebensgefahr versetzt haben – so die Annah­me der Polizei.

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Der dringende Tatverdacht gegen die Krankenschwester beruhte auf einem Fund in ihrem Spind an ihrem Arbeitsplatz. Dort hatten die Ermittler eine Spritze gefunden, in der sich nach ersten Untersuchungser­gebnissen in der Muttermilch mutmaßlich auch Morphin befunden haben sollte.

Weitere Analysen des Spritzeninhalts hätten diesen Verdacht jedoch nicht bestätigt, teilte die Staatsan­waltschaft nun mit. Die Krankenschwester hatte die Tatvorwürfe von Anfang an bestritten.

Im Ulmer Klinikum waren im Dezember fünf Säuglinge wegen lebensbedrohlicher akuter Atemnot behandelt worden. Erst Wochen nach den Notfällen hatten rechtsmedizinische Untersuchungen eine Morphiumvergiftung als Ursache ergeben.

Staatsanwaltschaft, Lan­deskriminalamt und Polizei wollen morgen bei einer Pressekon­ferenz den Stand der Ermittlungen bekanntgeben. © dpa/aerzteblatt.de

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