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Neuer Studiengang in Rostock für Hebammen

Dienstag, 4. Februar 2020

/Anatoly Tiplyashin, stock.adobe.com

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern beginnt noch in diesem Jahr eine akademische Ausbildung für Hebammen. Zum Wintersemester 2020/2021 werde die Universität Ros­tock einen neuen Bachelor-Studiengang Hebammenwissenschaft einrichten, teilte das Bildungsministerium gestern mit.

Dafür gebe es eine Kooperation mit dem Klinikum Südstadt Rostock und den anderen geburtsklinikführenden Krankenhäusern im Land sowie der Beruflichen Schule „Alexan­der Schmorell“ in der Hansestadt. Innerhalb von sieben Semestern sollen die angehen­den Hebammen ihren Abschluss erreichen.

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Mit dem Studiengang setzt Mecklenburg-Vorpommern die Vorgaben des Hebammenre­form­gesetzes um, das der Bundestag im September 2019 beschlossen hat. Es sieht in Zukunft für Hebammen ein sechs bis acht Semester langes duales Studium mit hohem Praxisanteil vor.

Deutschland ist nach Angaben der Bundesregierung das letzte Land der EU, das eine entsprechende EU-Richtlinie umsetzt. Die Reform soll den Beruf attraktiver machen und die Qualität der Ausbildung erhöhen.

Der Landeshebammenverband Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die akademische He­bammenausbildung in Rostock. Dessen Vorsitzende Kathrin Herold zeigte sich am aber überrascht von der Entscheidung des Ministeriums. Sie sei enttäuscht, dass es mit dem Landeshebammenverband darüber keinerlei Gespräche gegeben habe.

„Zur Verbesserung der Geburtshilfe sollten jetzt alle Anstrengungen unternommen wer­den, die gesetzliche Grundlage zu erfüllen, dass dieser Studiengang von einer Hebamme geleitet und somit die interprofessionelle Zusammenarbeit gefördert und gesichert wird“, sagte sie. © dpa/aerzteblatt.de

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