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Ärzteschaft

Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen beruft Rassismus­beauftragten

Dienstag, 4. Februar 2020

Frankfurt am Main – Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen hat den Menschenrechtsbeauftrag­ten der Kammer, Ernst Girth, zusätzlich als Rassismusbeauftragten berufen. Girth ist nun Ansprechpartner der Kammer für rassisti­sche und gewalttätige Vorfälle in Einrichtungen des Gesundheitswesens.

„Wir werben bei unseren Mitgliedern für ein aktives Vorgehen gegen Hetze und treten da­für ein, dass Rassismus im Gesundheitswesen auch in Fort- und Weiterbildung themati­siert wird“, sagte Kammerpräsident Edgar Pinkowski.

Er wies auf das der ärztlichen Berufsordnung vorangestellte ärztliche Gelöbnis hin. Dort heißt es: „Ich werde nicht zulassen, dass Erwägungen von Alter, Krankheit oder Behin­de­rung, Glaube, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politischer Zugehö­rig­keit, Rasse, sexueller Orientierung, sozialer Stellung oder jeglicher anderer Faktoren zwischen meine Pflichten und meine Patientin oder meinen Patienten treten.“

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Rechtsextreme Hetze und Rassismus machen aus ärztlicher Sicht krank. Das hatte das hessische Ärzteparlament im November 2019 in einer Resolution erklärt. Soweit es in ihrer Macht stehe, trage die Lan­des­ärz­te­kam­mer dafür Sorge, dass rechtsextreme Hetze in Gesundheitseinrichtungen unterbleibe, hieß es.

Die Kammer entspricht mit der Berufung des Rassismusbeauftragten einer Forderung der Delegiertenversammlung nach einer Anlaufstelle, bei der Ärzte rassistische Vorfälle in Einrichtungen des Gesundheitswesens melden können. Zugleich soll sich diese Anlauf­stelle um die Entwicklung von Gegenstrategien bemühen.

Ausdrücklich unterstützt die Kammer das Aktionsprogramm „Hessen gegen Hetze“, mit dem die Hessische Landesregierung Rechtsextremismus, Gewalt und Hass im Internet entgegentritt.

„Nur gemeinsam können wir auf Dauer ein tolerantes gesellschaftliches Klima in Hessen bewahren“, betonte Pinkowski. Er forderte die Landesregierung zugleich auf, Mittel für die Erforschung von Rassismus im Gesundheitswesen bereitzustellen. © hil/aerzteblatt.de

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