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Ärzteschaft

Apotheken melden mehr Qualitätsmängel und Nebenwirkungen bei Arzneimitteln

Dienstag, 4. Februar 2020

/StockPhotoPro, stockadobecom

Berlin – Die Apotheken in Deutschland haben mehr Qualitätsmän­gel und Nebenwirkun­gen von Arzneimitteln als je zuvor an die Arzneimittelkommiss­ion der Deutschen Apo­theker (AMK) gemeldet. Diese erhielt im vergangenen Jahr 10.782 Spontanberichte aus 5.274 ver­schiedenen Apotheken, teilte die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apo­thekerverbände heute mit.

Zu möglichen Qualitätsmängel bei Arzneimitteln gingen rund 7.700 Meldungen ein. Sie be­zogen sich auf Verpackungsfehler, galenische Mängel oder mechanische Defekte, zum bei nicht funktionierenden Insulinpens. Knapp 3.000 Meldungen gingen zu uner­wünsch­ten Arz­neimittelwirkungen (UAW).

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Sieben Prozent der UAW-Meldungen wurden im Zusammenhang mit einer Arzneimittel­sub­stitution gemeldet, also dem Austausch des verordneten Arzneimittels zum Beispiel durch ein Rabattarzneimittel der entsprechenden Krankenkasse.

Auch die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) registrierte zuletzt mehr Meldungen: So haben Ärzte im vergangenen Jahr knapp 4.000 Beobachtungen und Zwi­schenfälle gemeldet. 2018 lag die Zahl der Spontanmeldungen durch Ärzte an die AkdÄ bei etwa 3.600. 2004 waren es etwa 2.200. © hil/aerzteblatt.de

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