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Gemeinschafts­klinikum Mittelrhein in Finanznot

Donnerstag, 6. Februar 2020

/v.poth, stock.adobe.com

Koblenz – Das Gemeinschaftsklinikum (GKM) Mittelrhein mit fast 4.000 Mitarbeitern an fünf Standorten braucht kurzfristig Geld. Der Klinikverbund sprach gestern in Koblenz in einer Mitteilung von „einer schwierigen finanziellen Situation“. Es sei entschieden worden, „die Kreditlinie bei den finanzierenden Banken zu erweitern“.

Die sechs Gesellschafter des Unternehmens prüften zudem, kurzfristig zusätzliche finan­zi­elle Mittel als Darlehen oder Kapitaleinlage zur Verfügung zu stellen. Exakte Summen wur­den nicht genannt. Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft analysiert die Lage im Klinikver­bund, wie zuvor die Rhein-Zeitung berichtete.

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Das Unternehmen mit rund 1.300 Betten ist nach eigenen Angaben einer der zehn größ­ten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz. Als Gründe für die schwierige Lage sprach es von einem „Leistungsrückgang“ im vergangenen Jahr in einzelnen Krankenhäusern.

Geplante „Leis­tungs­erweiterungen“ hätten nicht umgesetzt werden können. „Auslöser hierfür war und ist unter anderem auch der bekannte Fachkräftemangel im Gesund­heits­sektor“, teilte der Klinikverbund mit.

Der Stadtrat Koblenz sollte sich heute mit dem Thema befassen, der Kreistag Mayen-Kob­lenz in einer Sondersitzung am morgigen Freitag. Die Versorgung der Patienten in den Krankenhäusern ist laut dem Gesundheitsunternehmen sichergestellt.

Das rheinland-pfälzische Ge­sund­heits­mi­nis­terium zeigt sich heute zuversichtlich, dass die Finanzkrise des GKM überwunden werden kann. „Für die weitere konkrete Entwicklung des GKM gibt es verschiedene Optionen bis hin zum Einstieg eines starken Partners“, er­klärte das Ministerium heute in Mainz.

Die angespannte Lage könne abgewendet werden, verbunden mit der Chance auf eine tragfähige Neuausrichtung des Krankenhauses. Die gesundheitliche Versorgung der Menschen in der Region werde unabhängig von der weiteren Entwicklung am GKM weiterhin gewährleistet sein. „Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium wird die weiteren Prozesse eng begleiten und unterstützen“, hieß es. © dpa/aerzteblatt.de

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