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Ärzteschaft

Neue Kampagne „Weniger-Antibiotika …“ vorgestellt

Donnerstag, 6. Februar 2020

/Geza Farkas, stock.adobe.com

Rostock/Wismar/Düsseldorf – Ärzte des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität Rostock, Studierende des Diplom-Studiengangs Kommunikationsdesign und Medien der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar und weitere Projektpartner haben eine neue Kampagne „Weniger Antibiotika …“ vorgestellt. Sie umfasst neben einem Slogan und einer Website auch die Symbolfigur „Hatschi“ sowie ein Ausmalheft, einen Comic, ein Magazin, Faltblätter und Plakate.

Der Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Universität Rostock, Attila Altiner, begleitete die studentischen Entwürfe. „Es ist schon etwas Besonderes, dass Ärzte und Kommunikationsdesigner eine gemeinsame Schnittmenge gefunden haben, die über die rein medizinischen Aspekte hinausgeht“, sagte Altiner.

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So hätten die Studierenden gleich zu Beginn ihrer Arbeit am Projekt nach der Analyse und Zieldefinition den Claim „Weniger Antibiotika …“ entwickelt. Auf der Website wird unter anderem der Unterschied zwischen Bakterien und Viren, das Resultat „multiresis­ten­te Bakterien“ bei übermäßiger Einnahme von Antibiotika sowie Alternativen und Not­wendigkeiten des Medikaments thematisiert.

Die Studierenden der Hochschule Wismar beschäftigten sich mit verschiedenen Aspekten des Themas – auch mit dem Gebrauch von Antibiotika in der Fleischindustrie – und be­reiteten sie zielgruppengerecht in einfacher Sprache anhand von verschiedenen Medien auf.

Das Kommunikationsziel ist laut den Projektpartnern eine aufgeklärte Bevölkerung, we­niger Patienten mit Atemwegsinfekten und ein reduzierter Antibiotikagebrauch. „Eine Stärkung der Gesundheitskompetenz ist die Lösung“, ist das Fazit der Kampagne.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die Arbeiten mit insgesamt rund 1,2 Million Euro gefördert. Projektpartner waren neben dem Institut für Allgemeinmedizin Rostock auch das Aqua Institut Göttingen und das Universitätsklinikum Heidelberg. Arzt­praxen können Material kostenfrei über die Kampagnenwebsite bestellen.

Der rationale Umgang mit Antibiotika ist auch Thema einer Aktionswoche vom 10. bis 15. Februar in Nordrhein-Westfalen. Die Aktionswoche ist Teil der Informationskampagne „Rationale Antibiotikaversorgung in NRW“.

Laut dem Ge­sund­heits­mi­nis­terium des Bundeslandes liegen die Antibiotikaverordnungen in NRW durchschnittlich rund zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Die Kampagne soll eine indikationsgemäße Verschreibung von Antibiotika durch die Ärzte fördern und Patienten über die richtige Anwendung aufklären. © hil/aerzteblatt.de

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