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Hamburger Forscher leiten neue Studie zur Früherkennung von Vorhofflimmern

Freitag, 7. Februar 2020

/Kiryl Lis, stock.adobe.com

Hamburg – Vorhofflimmern verursacht bekanntlich häufig keine Beschwerden, es geht aber mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfall, Herzinsuffizienz und anderen Erkrank­ungen einher.

Wissenschaftler des Universitären Herz- und Gefäßzentrums des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) leiten jetzt ein von der Europäischen Union (EU) finanziertes internationales Forschungsprojekt, das die Früherkennung von Vorhofflimmern verbess­ern soll.

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„Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen in der Allgemeinbevöl­kerung. Insbesondere in alternden Gesellschaften wie in Deutschland ist das ein zuneh­mendes Problem“, erläuterte die UKE-Herzforscherin Renate Schnabel.

Standard zur Untersuchung von Herzrhythmusstörungen sei ein Zwölf-Kanal-EKG, bei dem mehrere Elektroden auf den Oberkörper der Patienten geklebt werden müssen. „Das ist sehr aufwändig und nicht jeder Hausarzt hat ein solches Gerät“, so Schnabel.

Günstige und weit verbreitete technische Alternativen, die Hinweise auf Vorhofflimmern liefern könnten, seien zum Beispiel Blutdruck- oder Pulsmessgeräte, tragbare Gürtel, unter die Haut implantierbare Mini-Geräte, aber auch die Kamera des Handys oder eine Smart-Watch.

„Ein Screening muss möglichst einfach sein, um bei möglichst vielen Menschen ange­wen­det werden zu können“, betonte die Wissenschaftlerin. Ob alle oder nur Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, mit Übergewicht oder ab einem bestimmten Alter unter­sucht werden sollten, seien weitere Fragen, die die Wissenschaftler beantworten wollen.

Das auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben mit der Bezeichnung „AFFECT-EU“ (Titel: Digital, risk-based screening for atrial fibrillation in the European Community) wird von der EU im Rahmen des aktuellen Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon 2020“ mit knapp sechs Millionen Euro unterstützt.

Auf das UKE als Studienzentrale entfallen etwa 1,5 Millionen Euro Fördergelder. Beteiligt sind 26 Einrichtungen und Institutionen aus 16 Ländern. © hil/aerzteblatt.de

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