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Privatversicherte beschweren sich seltener

Freitag, 7. Februar 2020

/stadtratte, stockadobecom

Berlin – Privatversicherte haben sich im vergangenen Jahr deutlich weniger beim Om­buds­mann der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung über ihren Versicherer be­schwert. Das zeigt der aktuelle Tätigkeitsbericht 2019 der Schlichtungsstelle.

Demnach gingen im vergangenen Jahr 5.953 Anträge beim PKV-Ombudsmann ein. Das sind rund 19 Prozent weniger als 2018 (7.328). Beitragshöhe und Beitragsan­passungen machten den Versicherten laut Tätigkeitsbericht offenbar weit weniger zu schaffen als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2018 sank die Zahl der Beschwerden in diesem Bereich von 1.504 auf 250 um mehr als 80 Prozent.

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In vier von fünf Fällen um Meinungsverschiedenheiten zur Krankheitskostenvollversi­che­rung. Dabei schieden sich die Geister vor am allem an Gebührenstreitigkeiten (20,4 Pro­zent) sowie der Feststellung der medizinischen Notwendigkeit (16,6 Prozent). Knapp jede sechste Beschwerde (14,9 Prozent) drehte sich um die Kostenerstattung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Bei der Zusatzversicherung ging es in den Schlichtungsverfahren hauptsächlich um die Auslegung der Vertragsbedingungen. Diese machten rund ein Drittel aller 758 Anträge aus. Im Bereich der Pflegepflichtversicherung gab es insgesamt nur 191 Anträge auf ein Schlichtungsverfahren. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Freitag, 7. Februar 2020, 21:25

Wobei die Ärzte

ob aus kurzsichtigem Eigennutz oder als Rache für die ständigen Prämienerhöhungen - fleissig mithalfen, die Kosten hochzutreiben. Originalmedikamente zum vielfachen Preis, Übertherapien bei grenzwertigen Befunden...
Sortis bei einem Gesamtcholesterin von 220 ohne weitere Risiken, vollständige "Laborlatte" alle 3 Monate, immer dass teuerste u d nueste...
Meiner Frau wurde nach einer Lumpektomie der Brust eine "Brustrekonstruktion" in Rechnung gestellt - wäre ich kein GOÄ-kundiger Arzt, wäre der Betrugsversuch nicht aufgefallen.
Natürlich müssen sich die Versicherer gegen diese Kostentreiberei irgendwie wehren, was natürlich zulasten der Versicherten geht - leider meist der falschen!
Avatar #736261
Dr. Peter Pommer
am Freitag, 7. Februar 2020, 19:05

Weniger Beschwerden weil es sinnlos ist

Als junger Arzt wird man mit falschen Versprechungen gelockt und landet dann im Rentenalter in der Altersarmut zu landen, wenn man nicht anderweitig vorgesorgt hat und vor allem dann, wenn man krank ist.
Ich spreche hier leider aus eigener Erfahrung.
Man hat wenig Chancen, sich zu beschweren, denn man hat einen Vertrag mit einem Privatunternehmen geschlossen, nicht mit eine gemeinnützigen Organisation.
Und ehrlich, wer hat seinen Vertrag mit der PKV gelesen?

Als Krebskranken wird mir Vieles nicht erstattet, aber das ist vom Vertrag her gedeckt. Alle Nichterstattungen werden mir immer unter Verweis auf die entsprechenden Vertragsunterlagen höflich begründet.

Das nutzt mir aber nichts, denn ich hatte damals überall 100% angekreuzt und geglaubt, dass das real ist. Weit gefehlt.

Ich habe nur Riesen-Stress mit Bezahlung der vielen Teilrechnungen, die ich alle nach Bezahlung dann noch einzeln einreichen muss bei der PKV.
Wäre ich Kassenpatient, bekäme ich mehr bezahlt und müsste mich um nichts kümmern...

Die wenigen Beschwerden kommen von Resignation der Versicherten....

Dr. Peter Pommer
LNS

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