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Uniklinik Schleswig-Holstein will Tarifeinigung mit Personalräten

Freitag, 7. Februar 2020

/dpa

Kiel – Nach dem Scheitern von Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi über eine Ent­lastung der Pflegekräfte strebt das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) nun eine Verständigung mit den Personalräten an.

Das Klinikum habe die nichtwissenschaftlichen Personalräte für Montag eingeladen, um gemeinsam mit dem Vorstand und den Vertretern der Landesregierung im Aufsichtsrat zu sprechen, teilte UKSH-Sprecher Oliver Grieve heute mit.

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„Wir möchten im Rahmen des uns tarifrechtlich Gestatteten eine Vereinbarung erreichen, die unser alle Wertschätzung für die Pflegearbeit, gute Arbeitsbedingungen und hohe Versorgungssicherheit für die Patientinnen und Patienten im Blick hat“.

Einen eigenen Tarifvertrag, wie Verdi es gefordert habe, könne das Klinikum nicht ab­schlie­ßen. „Schleswig-Holstein bekennt sich zum Flächentarifvertrag. Wir wollen weiter mit den Personalvertretungen an einer konstruktiven Lösung arbeiten.“

Verdi hatte die Verhandlungen über einen Tarifvertrag zur Entlastung der Pflegekräfte durch mehr Personal gestern für gescheitert erklärt. Damit droht ein unbefristeter Streik. Verdi will seine Mitglieder in einer Urabstimmung darüber entscheiden lassen.

Wissenschaftsministerin Karin Prien unterstützte das Vorgehen des Klinikums. „Wir be­grüßen ausdrücklich, dass das UKSH mit dem heutigen Gesprächsangebot an die Perso­nalvertreter des Klinikums konstruktiv an einer Lösung weiterarbeitet“, sagte die CDU-Politikerin. „Das sind wir den Pflegekräften in unserem Land schuldig, die jeden in den Kliniken wichtige und großartige Arbeit für die Menschen leisten.“

Die Einladung zum Gespräch zeige, dass sich das UKSH um eine Lösung bemühe, die die Situation der Pflegekräfte stärke und gleichzeitig die Versorgungssicherheit für die Pa­tien­ten im Blick habe.

„Wir sind zuversichtlich, dass Klinikleitung und Personalrat zu einer gemeinsamen Lösung kommen werden“, sagte Prien. In Richtung Verdi fügte sie hinzu: „Gleichzeitig ist aber auch klar, dass wir für Streiks während dieser konstruktiven Gespräche keinerlei Ver­ständ­nis haben.“

Die Gewerkschaft hatte am vergangenen Montag und Dienstag mit Warnstreiks ihre For­derungen untermauert. Verdi verlangt deutlich mehr Pflegepersonal. Die Beschäftigten seien völlig überlastet. Das Klinikum bot bisher an, 182 Mitarbeiter mehr einzustellen.

Aus Verdi-Sicht werden aber 420 Mitarbeiter mehr benötigt, um eine angemessene Pflege zu gewährleisten. Laut UKSH sind im Klinikum insgesamt rund 3.300 Pflegekräfte be­schäftigt. © dpa/aerzteblatt.de

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