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Ehrenamtler wichtig für Kinderhospize

Montag, 10. Februar 2020

/picture alliance, Peter Kneffel

Berlin – Das Ehrenamt muss – vor allem in der Kinderhospizarbeit – gestärkt werden. Dies sei etwa „durch bewusstseinsbildende Maßnahmen oder durch weitere Verbesserun­gen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ möglich, sagte der Behindertenbeauf­tragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, anlässlich des heutigen Tags der Kinderhospiz­arbeit.

Dusel betonte, die Arbeit in Kinderhospizen und bei den Familien daheim sei eine der anspruchsvollsten Tätigkeiten in der deutschen Gesellschaft. „Besonders denen, die diese Arbeit ehrenamtlich machen, gebührt daher der höchste Respekt. Sie geben Zuwendung und Zeit, die wertvollsten Ressourcen, die ein Mensch hat“, erklärte der Behindertenbe­auf­tragte.

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Die Diakonie wirbt zum Tag der Kinderhospozarbeit für eine gute umfassende Betreuung von betroffenen Mädchen und Jungen. Für schwer kranke Kinder und ihre Familien reiche eine gute medizinische und pflegerische Versorgung alleine nicht aus, hieß es. Für die he­­rausfor­dernde Lebenssituation seien Begegnungen mit ehrenamtlich Engagierten in der Hospizarbeit, die ein Stück Normalität in die von Krankheit bestimmte Lebenswelt der Betroffenen bringen, genauso wichtig wie das Gespräch mit psychosozi­a­len Fachkräf­ten und Seelsorgenden für die Geschwisterkinder, Mütter und Väter.

„In der Kinderhospizarbeit geht es um mehr als Medizin und Pflege. Hier geht es auch vor allem darum, in der verkürzten Lebenszeit Augenblicke der Freude zu schaffen, Kinder­wünsche zu erfüllen, und Selbstbestimmung für die betroffenen Familien zu ermög­li­chen“, erklärte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Den schwerkranken Kindern und ihren Familien müsse es ermöglicht werden, auch die Krankheits- und Sterbezeit als „eine Zeit voller Leben und Freude“ zu erfahren.

Betroffene Familien seien nicht selten über Jahre stark belastet und bräuchten Unter­stüt­zung durch Teams, in denen auch psychosoziale Fachkräfte, Seelsorger und geschulte ehrenamtlich Engagierte einen „festen Platz“ hätten. Die Diakonie fordert, den Zugang zu psychosozialen und spirituellen Hilfs- und Beratungsleistungen zu erleichtern. So könnten Familien Erleichterung erfahren.

Die Diakonie setze sich dafür ein, dass eine Finanzierung von psychosozialen Fachkräften flächendeckend gesichert werde. Nach Angaben des Kinderhospizvereins leben aktuell etwa 50.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden Erkrankung in Deutschland. © kna/aerzteblatt.de

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