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Politik

Marburger Bund fordert Zuckersteuer auf besonders süße Getränke

Montag, 10. Februar 2020

/Cozine, stock.adobe.com

Osnabrück – Als Maßnahme gegen die Volkskrankheit Diabetes plädiert der Marburger Bund (MB) für eine Zuckersteuer auf besonders süße Getränke.

Die Einführung einer solchen Steuer auf Softdrinks sei „das Mindeste“, was die Bundesre­gierung zur Bekämpfung des übermäßigen Zuckerkonsums tun könne, sagte die Vorsit­zen­de der Ärztegewerkschaft, Susanne Johna, der Neuen Osnabrücker Zeitung.

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Oberhalb von fünf Gramm Zucker pro hundert Milliliter sollte ihrer Meinung nach „eine empfindliche Steuer fällig werden“. Sie verstehe nicht, warum sich die Regierung so schwer damit tue, eine wirksame Strategie gegen den extremen Zuckerkonsum auf den Weg zu bringen.

Johna verwies auf das Beispiel Großbritannien. Selbst die bei staatlichen Eingriffen sehr zurückhaltenden Briten hätten eine Sondersteuer auf zuckerhaltige Getränke.

Der Verzicht auf solche Getränke beuge wirksam Fettleibigkeit, Karies und anderen Ge­sundheitsproblemen vor, betonte die Marburger-Bund-Chefin.

Für andere Lebensmittel forderte sie „eine klare Kennzeichnung des Zuckeranteils und keine Irreführung der Verbraucher, wie wir sie jetzt immer noch haben“.

Eine von der Großen Koalition geplante nationale Diabetesstrategie liegt derzeit auf Eis. Union und SPD konnten sich bislang nicht auf entsprechende Maßnahmen einigen. © afp/aerzteblatt.de

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MITDENKER
am Dienstag, 11. Februar 2020, 10:24

Gesundheitsschädliche Effekte und Einstellungen

Sehr gute und sinnvolle Forderung!
Der eigentliche Hammer ist jedoch das Ergebnis der Umfrage (oben, über Bio-Lebensmittel). Da sind doch wirklich ca. 40% der Meinung, Bio-Lebensmittel seien NICHT gesünder. Wenn man mal davon ausgeht, dass hier ca. 90% Ärzte lesen und abstimmten, was für ein Armutszeugnis. Meinen diese Abstimmer wirklich, dass Glyphosat, Pestizide, Herbizide etc. im Essen gesund sind bzw. nichts ausmachen? Greenpeace fand bei Untersuchungen von Obst und Gemüse bis zu 13 verschiedene Pestizide in einer Probe. Diese Pestizidcocktails können die Gesundheit beeinträchtigen. Knapp 450 Stichproben zeigten: In rund 81 Prozent der konventionell produzierten Frischware waren Pestizide nachweisbar. Bei Bio-Obst und -Gemüse war es genau umgekehrt: 87 Prozent der Proben enthielten keine Pestizide. Die übrigen 13 Prozent lediglich Spuren davon.
Zitat:
"Weltweit werden 1134 Pestizide eingesetzt, die unser Essen belasten können. Welche davon besonders gefährlich sind, zeigt die "Schwarze Liste der Pestizide in Lebensmitteln" – eine Liste der Stoffe, die krebserregende, fortpflanzungsschädigende oder erbgutverändernde Wirkung haben. Das Ergebnis ist erschreckend: 327 Spritzmittel stehen auf der Liste, darunter 168 Mittel, die in der europäischen Union erlaubt sind. 13 der gefährlichsten Pestizide nehmen die Verbraucher häufig über das Essen auf. Dazu gehört das BASF-Produkt Iprodion, das trotz seiner vermutlich krebserregenden Wirkung zugelassen wurde und häufig in Trauben, Salat und Erdbeeren vorkommt. Oder Imazalil von Bayer, das in gespritzten Zitrusfrüchten zu finden ist, als akut giftig gilt und vermutlich Krebs auslösen und das Erbgut schädigen kann."
Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/verbraucher/greenpeace-studien-unser-taegliches-gift/1161994.html
Avatar #751406
Dr. Hans-Werner Bertelsen
am Montag, 10. Februar 2020, 16:14

Überfällig

Sehr gut, die Forderung vom Marburger Bund. Nicht nur zur Prävention von Diabetes ein sinnvolles Mittel. Auch die Anzahl der Kariesfälle, die die Zahn-Zwischenräume betreffen, dürfte drastisch sinken. Durch den Kapillareffekt werden Cola-Getränke in den Zwischenräumen festgehalten und führen so zur schlimmsten Form der Karies: Approximal-Karies
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