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Politik

Höhere Nachfrage nach Organspendeausweisen

Montag, 10. Februar 2020

/Alexander Raths, stock.adobe.com

Berlin – Die Nachfrage nach Organspendeausweisen ist angestiegen. Im Januar seien rund 740.000 Ausweise bestellt worden, womit sich die Zahl mehr als verdoppelt habe, berichtet das Wirtschaftsmagazin Business Insider. Es beruft sich auf Zahlen der Bundes­zentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Diese habe mitgeteilt, dass es im vergangenen Jahr im Schnitt rund 330.000 Bestellun­gen pro Monat gegeben habe. Für das gesamte Jahr 2019 registrierte die BZgA den Anga­ben zufolge vier Millionen Bestellungen.

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Auch die Informationsseite der BZgA zur Organspende habe eine stark erhöhte Nachfrage verzeichnet, hieß es. In den Monaten zuvor gab es demnach im Schnitt rund 30.000 Auf­rufe monatlich, im Januar 2020 lag die Zahl bei 175.500.

Der Bundestag hatte Mitte Januar für eine Entscheidungslösung gestimmt: Voraussetzung für eine Organspende bleibt die ausdrückliche Zustimmung des Betroffenen zu Lebzeiten. Bürger sollen etwa bei der Abholung behördlicher Dokumente wie Personalausweis oder Führerschein immer wieder auf die Organspende angesprochen werden.

Die von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) favorisierte doppelte Wider­spruchs­lösung, bei der jeder automatisch Spender wäre, der nicht widerspricht, fand kei­ne Mehrheit.

Angesichts der gestiegenen Nachfrage nach Organspendeausweisen warb der CDU-Ge­sundheitspolitiker Alexander Krauß gestern für eine verstärkte Beratung durch Hausärzte: „Jetzt ist ein idealer Zeitpunkt, um in den Arztpraxen über die Notwendigkeit der Organ­spende zu sprechen.“ Hausärzte könnten alle zwei Jahre ein Beratungsgespräch abrech­nen. © kna/aerzteblatt.de

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