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Strahlenforschung für bemannte Weltraummissionen

Mittwoch, 12. Februar 2020

/nasa_gallery, stock.adobe.com

Freiburg – Forscher des Universitätsklinikums Freiburg um Nils Nicolay von der Klinik für Strahlenheilkunde untersuchen die Einflüsse kosmischer Strahlung auf blutbildende Stammzellen. Dies ist wichtig, um die Folgen der Strahlung bei bemannten Langzeit­missionen im Weltraum abzuschätzen. Die European Space Agency (ESA) fördert das Projekt.

Die aus geladenen Teilchen bestehende kosmische Strahlung kann schwerwiegende Schädigungen des menschlichen Körpers verursachen. Sie ist daher ein grundlegendes Problem für die bemannte Raumfahrt.

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Die Teilchenstrahlung, der Astronauten zum Beispiel auf dem Weg zum Mars und zurück ausgesetzt wären, ist mit mehr als 600 Millisievert mehrere hundert Mal höher als die natürliche Strahlenexposition auf der Erde.

Die Freiburger Wissenschaftler untersuchen Einflüsse der Teilchenstrahlung auf das blut­bildende System und die Regenerationsfähigkeit des Knochenmarks. Langfristiges Ziel der Forschung ist herauszufinden, ob und wie blutbildende Stammzellen geschützt oder nach einer Schädigung wieder aktiviert werden können.

„Nur wenn wir besser verstehen, welche Schäden kosmische Strahlung im Körper von Astronauten ausrichtet, kann die Gesundheit der Astronauten auch bei Langzeitmissionen geschützt werden“, erläuterte Nicolay, leitender Oberarzt der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg.

„Denkbar wären neben Abschirmmaßnahmen gegen die Strahlung beispielsweise Aktivie­rung gesunder strahlenresistenter Stammzellen“, so der Strahlenmediziner. Das Projekt soll im Rahmen einer bereits etablierten Kooperation mit Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie sowie der Universität Heidelberg realisiert werden. © wil/aerzteblatt.de

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