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Ärzteschaft

Videosprechstunde und eRezept in Hessen mit estnischer Unterstützung

Mittwoch, 12. Februar 2020

/Pixelot, stock.adobe.com

Berlin – In Hessen startet ein Projekt, das Patienten die Teilnahme an einer Videosprech­stunde sowie die Ausstellung eines eRezepts ermöglicht. Schirmherr des Vorhabens ist die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen. Außerdem beteiligen sich der Hessische Apothekerverband, die AOK Hessen und die DAK-Gesundheit daran.

Das Projekt soll auch die Notdienstversorgung vereinfachen. Vorgesehen ist, dass Pa­tien­ten, die außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117 kontaktieren, je nach Indikation eine Videosprechstunde nut­zen und sich den Weg in die Bereitschaftsdienstpraxis sparen können.

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Wird ihnen ein eRezept ausgestellt, können sie dies digital über ein eRezept-Portal ver­wal­ten und an eine teilnehmende Apotheke ihrer Wahl weiterleiten, die sie mit dem be­nötigten Arzneimittel versorgt. Perspektivisch sollen in einem weiteren Schritt auch nie­dergelassene Ärzte zu den regulären Praxisöffnungszeiten eingebunden werden.

„Unser primäres Ziel ist es, die ärztliche Versorgung in Hessen flächendeckend und lang­fristig zu sichern. Dies wird realistisch nur dann funktionieren, wenn wir mit dem frühzei­ti­gen Ausbau der telemedizinischen Möglichkeiten schon heute die Weichen für die Zu­kunft stellen“, sagte Frank Dastych, Vorstandsvorsitzender der KV Hessen.

Die hessischen Projektpartner erhalten für das Vorhaben Hilfe aus Estland: Das Projekt setzt auf einer dort bereits bewährten Plattform und Verbindungstechnologie auf, die den sicheren Datenaustausch ermöglicht.

„Wir wollen die neuen technologischen Möglichkeiten für die Optimierung des Gesund­heits­systems nutzen – mit verbesserten Bedingungen für alle Akteure, aber vor allem mit dem Patienten im Blick“, sagte Detlef Lamm, Vorstandsvorsitzender der AOK Hessen.

Die technische Anbindung für das eRezept erfolgt zunächst über das Sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK). „Im weiteren Verlauf wird das eRezept-Portal an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur angebunden“, hieß es von den Projektpartnern. © hil/aerzteblatt.de

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