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BZgA startet neues Informationsportal zu Diabetes

Freitag, 14. Februar 2020

/Hugo Félix, stock.adobe.com

Berlin – Auf einer neuen Internetseite will die Bundeszentrale für gesundheitliche Auf­klä­rung (BZgA) mit qualitätsgesicherten und verständlichen Informationen über Diabetes mellitus, dessen Prävention und das Leben mit der Erkrankung aufklären.

Das nationale Informationsportal www.diabinfo.de biete „verlässliche und unabhängige Informationen“ zum Diabetes-Risiko und Einfluss von Lebensstiländerungen auf eine bereits bestehende Erkrankung, erklärte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU).

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„Das Internet ist bei der Suche nach Informationen zu Gesundheitsthemen für viele Menschen eine erste Anlaufstelle“, hob Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale, hervor. Jedoch seien die Informationen oftmals unübersichtlich und intransparent.

Auf der umfangreichen neuen Webseite werden neben einem Risikorechner unter ande­rem Wissens- und Hintergrundartikel, Erklärfilme sowie Podcasts angeboten. Es finden sich zudem Rezepte für gesunde Ernährung, Entspannungstipps und Motiva­tionshilfen. Darüber hinaus verweisen Links auf Suchhilfen für Sportvereine, Ernährungsberatungen, Ärzte und Therapeuten.

Auch soll es ab März 2020 ein Anfragenportal geben, in dem persönliche Fragen von Wissenschaftlern und Ärzten des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) bean­twortet werden. Dies seien „Tipps aus erster Hand für Diagnose, Therapiemöglich­keiten und den Alltag mit Diabetes“, betonte Michael Roden, Vorstand des DZD und Wissen­schaftlicher Direktor des Deutschen Diabetes Zentrums (DDZ).

Auf der Webseite werden außerdem Nachrichten über Diabetes- und Ernährungs­for­schung aktuell gehalten. Matthias Tschöp, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helm­holtz Zentrums München, ergänzte: „Mit dem neuen Portal diabinfo.de stellen wir unser Wissen zu Diabetes direkt den Menschen zur Verfügung, für die wir auch forschen.“

380.000 Euro für Betrieb und Ausbau

Die redaktionelle Betreuung und Weiterentwicklung des Portals finanziert das BZgA mit jährlich circa 380.000 Euro. Die Umsetzung obliege den drei beteiligten Zentren, deren Diabetologen, Ernährungsberater und Forscher nach dem Vieraugenprinzip an den Ver­öffentlichungen arbeiten würden, heißt es aus dem BZgA.

Laut der gemeinsamen Mitteilung wurden die Inhalte vom Helmholtz Zentrum München (HZM), dem Deutschen Diabetes Zentrum (DDZ) und dem Deutschen Zentrum für Diabe­tes­forschung (DZD) entwickelt und in verständliche Sprache gebracht. Dabei konnten sich, nach Angaben des BZgA, bei Konzeptualisierung und Aufbau der Seite auch Men­schen mit Diabetes und Akteure des Gesundheitswesens mit einbringen.

Zur Qualitätssicherung halte man sich an die Maßgaben des Deutschen Netzwerks Evi­denzbasierter Medizin, die Transparenzkriterien des Health on Net-Verhaltenskodex (HONcode) sowie an den Leitfaden „Gute Praxis Gesundheitsinformation“, teilte das BZgA weiter mit. Ende des Jahres solle die Webseite auch die notwendigen Zertifizierungs­verfahren durchlaufen. © jff/aerzteblatt.de

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