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Ärzteschaft

Ruf nach Rechtsanspruch auf Aufwands­entschädigung im Praktischen Jahr

Donnerstag, 13. Februar 2020

/dpa

Berlin – Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ) sollten einen Rechtsanspruch darauf haben, dass die Klinik, in der sie arbeiten und lernen, ihnen eine Aufwandsentschädigung zahlt. Das fordern die Bundesvertretung der Medizinstudi­erenden in Deutschland (bvmd) und der Sprecherrat der Medizinstudierenden im Marburger Bund (MB).

„Gerade gegen Ende des Studiums haben viele Medizinstudierende keinen BAföG-An­spruch mehr, da sie etwa durch studienbegleitende Promotionen, Auslandssemester, Ehrenamt, Familie oder Erkrankung häufig über die knapp bemessene Regelstudienzeit hinauskommen“, sagte Joachim Pankert, Projektleitung „faires PJ“ der bvmd. Eine bundes­weit geregelte Mindestaufwandsentschädigung nach BAföG-Höchstsatz sei daher über­fällig.

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„Wir wollen nicht neben einem Vollzeit-PJ noch zusätzlich Geld verdienen müssen, um über die Runden zu kommen“, sagte Philipp Schiller, Vorsitzender des Sprecherrates der Medizinstudierenden im MB. Die PJ-Aufwandsentschädigung dürfe nicht länger vom Wohl­­wollen einzelner Kliniken abhängen. „Wir brauchen eine existenzsichernde Geldleis­tung überall dort, wo Medizinstudierende ihr PJ ableisten“, sagte er.

bvmd und MB rufen daher das Bundesministerium für Gesundheit dazu auf, den Reform­-e­ntwurf zur ärztlichen Approbationsordnung entsprechend anzupassen.

„Die Aufwandsentschädigung ist ein entscheidender Faktor für den Ausbildungserfolg des PJ: Nur mit einer ausreichenden finanziellen Absicherung sind die Studierenden zeitlich und mental in der Lage, sich auf den Lernfortschritt und die hochwertige Patienten­ver­sorgung in diesem essenziellen Studienabschnitt zu konzentrieren“, betonte Aurica Ritter, Präsidentin der bvmd.

Auch der Deutsche Ärztetag hat wiederholt eine obligatorische und angemessene PJ-Aufwandsentschädigung gefordert. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #799020
Sivend
am Montag, 17. Februar 2020, 11:18

Das Pj sollte bezahlt sein

Für die Zeit, die man in das Pj steckt, sollte man auch bezahlt werden, schließlich könnte man diese Zeit auch zum arbeiten nutzen, wo man Geld verdient. Der Lebensunterhalt muss halt auch irgendwo herkommen. Man könnte mit einem bezahlt Pj viel Stress von den Schultern einiger Studenten nehmen.
Avatar #720508
e.ne
am Freitag, 14. Februar 2020, 13:56

Das Pj sollte mindestens ähnlich student. Hilfskraft bezahlt werden



Avatar #720508
e.ne
am Freitag, 14. Februar 2020, 13:56

Das Pj sollte mindestens ähnlich student. Hilfskraft bezahlt werden



Avatar #720508
e.ne
am Freitag, 14. Februar 2020, 13:56

Das Pj sollte mindestens ähnlich student. Hilfskraft bezahlt werden



Avatar #720508
e.ne
am Freitag, 14. Februar 2020, 13:27

Sparmaßnahmen müssen hin und wieder ergriffen werden.

Aber in D fühlt man sich seit 30 Jahren nur noch verschaukelt, wenn und
weil man noch etwas mehr gelernt hat, als man bis zum 4. Lj sowieso
in sich und von zu Hause mit gebracht hätte.
Avatar #720508
e.ne
am Freitag, 14. Februar 2020, 13:23

Sehr richtig, gilt aber für alle Praktikanten

Auch Mediziner aus anderen Ländern, die in D auf eine Anerkennung hoffen - wozu ein Praktikum notwendig ist ...
Oder Jene die auf einen Studienplatz warten, die in der Pflege ein Praktikum ableisten ... oder egal wo.
In aller Regel werden alle Praktikanten sehr schnell voll eingebunden
in den Betrieb. So daß es nur Ausbeutung und eine reine Unverschämtheit
ist, sie nicht wenigstens entsprechend Hilfskräften ca 10 Euro/Stunde
zu entlohnen. Sie erhalten oft noch nicht einmal eine Aufwandsentschädigung/Fahrgeld/Kosten für Kittel u.ä.
Früher wurden m.W. Praktikanten bezahlt.
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