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Hochschulen

Funketikett soll Aufenthaltsort von OP-Besteck sichtbar machen

Freitag, 14. Februar 2020

/babsi_w, stock.adobe.com

Bochum – Ein Konsortium aus Unternehmen und Krankenhäusern soll in den kommen­den drei Jahren eine Technik entwickeln, um den genauen Aufenthaltsort von OP-Be­stecken online sichtbar zu machen.

Dies soll die Planung von Operationen erleichtern und diese sicherer machen. Die Euro­päische Union fördert das Vorhaben namens „Digi­tales Abbild des Sterilgutkreislaufs mittels Transpondertechnik“ (DAST) mit rund 2,3 Millionen Euro.

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Sterilgüter wie OP-Bestecke werden in Krankenhäusern täglich gebraucht und sind stän­dig in einem Kreislauf aus Nutzung, Reinigung, Sterilisierung, Prüfung, Verteilung im Haus unterwegs.

Komplette Sets für Eingriffe werden in Sieben zusammengestellt und transportiert. Stu­dien haben ergeben, dass dabei hohe Fehlerraten von bis zu 30 Prozent auftreten, sodass bei der Operation improvisiert werden muss, indem zum Beispiel Teile aus anderen Sie­ben herausgenommen werden, die dadurch wiederum lückenhaft sind.

Das Projektkonsortium von DAST will es mit einer technischen Lösung ermöglichen, den Sterilgutkreislauf in Echtzeit zu verfolgen, damit jederzeit sicher ist, wo sich jedes Instru­ment befindet. Auch das versehentliche Vergessen von Instrumenten im Körper von Pa­tienten soll somit ausgeschlossen sein.

Die Leitung des Projektes liegt bei der Firma Smartrac Speciality. Beteiligt sind außerdem unter anderem der Lehrstuhl für integrierte Systeme der Ruhr-Universität Bochum, die Universitätskliniken Köln und Essen, das Helios-Universitätsklinikum Wuppertal, die Hochschule Krefeld, das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme, die Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung, die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene, die Wissenschaftliche Gesellschaft für Krankenhaustechnik und der Verband OP-Management, sowie weitere Industriepartner. © hil/aerzteblatt.de

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