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Tarifvertrag soll Leiharbeit in der Pflege reduzieren

Montag, 17. Februar 2020

/dpa

Hannover – Die Gewerkschaft Verdi und das Klinikum Region Hannover (KRH) haben heute in Hannover den „Tarifvertrag Entlastung – Entlastungstage und Mobilteam­zulagen“ unter­zeichnet, mit dem die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte in besonders belasteten Be­reichen im KRH verbessert werden sollen. Ziel des Tarifvertrages ist es unter anderem, Maßnahmen gegen die Leiharbeit zu ergreifen.

Der Tarifvertrag sieht unter anderem drei zusätzliche freie Arbeitstage im Jahr für Mitar­beitende im Alter von über 45 beziehungsweise über 50 Jahren vor, 300 Euro brutto als monatliche Zulage für Beschäftigte im Mobil-Team und 75 Euro brutto pro Schicht für „Be­sondere Dienste“ bei einem Einsatz auf einer anderen Station. Das sogenannten Holen aus dem Frei soll möglichst reduziert werden.

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Wird dieser Dienst doch geleistet, erhalten die Beschäftigten einen Ausgleich von 150 Prozent. Zudem werden am KRH 200 zusätzliche Vollkraftstellen zur Stärkung des Pflege- und Funktionsdienstes geschaffen, darunter 100 Vollkraftstellen im Mobil-Team und 30 Vollkraftstellen zur Erhöhung der Ausbildungsqualität und -kapazität.

„Das Ergebnis der Tarifverhandlungen sind herausragende Verbesserungen zur Steigerung der Attraktivität der Gesundheitsberufe – ein Tarifvertrag, der die Flucht in die Leiharbeit unnötig macht und hoffentlich bei vielen Arbeitgebern Schule macht, nicht nur in Nieder­sachsen“, kommentierte Verdi-Landesleiter Detlef Ahting.

KRH-Geschäftsführer Personal, Michael Born, erklärte: „Wir möchten, dass unsere Mitar­bei­tenden, die in besonderer Weise durch die Arbeit belastet werden, möglichst lange gesund bleiben. Das setzen wir mit dieser Vereinbarung und weiteren kreativen und effektiven Lösungen um.“

Der Entlastungs-Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Im Anschluss wollen beide Parteien das Pilotprojekt auswerten und über Maßnahmen reden. © fos/EB/aerzteblatt.de

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