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Politik

Medizinstudium: SPD-Fraktion für Landarztquote in Hessen

Dienstag, 18. Februar 2020

/dpa

Wiesbaden – Mit einer Landarztquote bei Hessens Medizinstudienplätzen will die opposi­tio­nelle SPD-Fraktion im Landtag dem künftigem Mangel an Hausärzten begegnen und die medizinische Versorgung verbessern.

In ländlichen Regionen sei es schon heute vielerorts nicht mehr selbstverständlich, in er­reichbarer Nähe zum Wohnort einen Hausarzt zu finden, sagte die gesundheits­politische Sprecherin Daniela Sommer gestern in Wiesbaden. Schon jetzt gebe es 300 unbesetzte Arztsitze, in den kommenden zehn Jahren gingen 60 Prozent der Hausärzte in den Ruhe­stand.

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Laut der Forderung der SPD-Fraktion sollten zehn Prozent der Medizinstudienplätze für Bewerber reserviert werden, die sich verpflichten, nach erfolgreichem Abschluss mindes­tens zehn Jahre als Hausarzt zu praktizieren. Und zwar in einer Region, in der ein Mangel herrscht oder die von Mangel bedroht ist. Wird die Abmachung verletzt, soll eine Ver­tragsstrafe von 250.000 Euro drohen.

Anreize bei der Studienplatzvergabe gibt es bereits in einigen Bundesländern – wie etwa in Nordrhein-Westfalen oder Bayern.

Der gesundheitspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Ralf-Norbert Bartelt, verwies darauf, dass die Landesregierung bereits in ihrem Koalitionsvertrag die Einführung einer Landarztquote vereinbart habe. © dpa/aerzteblatt.de

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