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Ärzte regen Kostenübernahme von Virtual-Reality­-Therapien an

Montag, 17. Februar 2020

/Halfpoint, stock.adobe.com

Berlin – Die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) sollte Therapien erstatten, die auf Techno­logien der virtuellen Realität (VR) beruhen. Dafür macht sich die Deutsche Gesell­schaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN) stark.

Therapeuten können VR-gestützte Therapieverfahren, die vom Computerspiel-Bereich in­spiriert sind, in konventionelle Reha-Maßnahmen integrieren und dabei den Schwierig­keitsgrad individuell an ihre Patienten anpassen.

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Erste klinische Studien zeigen laut DGKN, dass sich die Schaffung neuer, unge­wohnter Eindrücke und die Gamifizierung positiv auf die Motivation der Patienten auswirken. Denn viele VR-Therapien machten sich den Spieltrieb des Menschen zu Nutze – was vor allem in der Reha bei Kindern und Jugendlichen sehr erfolgreich sei.

„Die Therapie kann so im Vergleich zur konventionellen Reha intensiviert werden“, sagte DGKN-Experte Tobias Schmidt-Wilcke, Chefarzt der Neurologischen Klinik der St. Mauri­tius Therapieklinik. Die Therapien seien im ambulanten Bereich und nach einer Einarbei­tung zu Hause einsetzbar.

Die DGKN weist darauf hin, dass das menschliche Gehirn in hohem Maße formbar und anpassungsfähig sei. Erfahrungen und Lernprozesse unterstützten Reparaturmechanis­men des zentralen Nervensystems.

„Wir wissen, dass eine Hirnfunktionsstörung nach einer Verletzung aufgabenorientiert und durch viele Wiederholungen behandelt werden muss. Die VR hat das Potenzial, Therapien passgenau, messbar und attraktiv zu gestalten“, so Schmidt-Wilcke. © hil/aerzteblatt.de

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