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Ärzteschaft

Landarztmangel mit Kooperationen begegnen

Dienstag, 18. Februar 2020

/dpa

Stuttgart – Gemeinden ohne niedergelassenen Arzt sollten sich aus Sicht der Kassenärzt­lichen Vereinigung Baden-Württemberg (KV) nicht immer nur auf eine Praxis im Ort fo­kussieren.

„Das Gebot der Stunde ist vielmehr Kooperation mit anderen Kommunen“, sagte ein Spre­cher. Denn Strukturen veränderten sich drastisch: Vor etwa 30 Jahren sei die Zahl ange­stell­ter Ärzte in ambulanter Versorgung gleich null gewesen.

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„Heute sind mehr als die Hälfte aller Ärzte, die neu ins System kommen, angestellt“, er­klärte er. „Was wir glauben: Wir werden künftig weniger Einzelarztpraxen haben und wir brauchen immer mehr größere Praxen.“

Es sei keineswegs so, dass Ärzte nicht mehr aufs Land wollten. Sie wollten vielfach aber nicht mehr in den herkömmlichen Strukturen arbeiten, sondern zögen die Anstellung der Selbstständigkeit oft vor.

Vorteil für die Patienten in größeren Praxen: „Die Öffnungszeiten sind länger und das Angebotsspektrum ist breiter aufgestellt“, sagte der Sprecher.

Grundsätzlich sei es so, dass im Zuge dieser Entwicklung auch die Preise für zur Übernah­me angebotene Landarztpraxen zurückgehen: „Im vergangenen Jahr hatten wir sogar die Situation, dass jemand seine Praxis verschenkt hat.“ © dpa/aerzteblatt.de

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