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Zahl der wegen Alkoholmissbrauchs behandelten Minderjährigen leicht gesunken

Dienstag, 18. Februar 2020

/Yeko Photo Studio, stock.adobe.com

Wiesbaden – Die Zahl der wegen akuten Alkoholmissbrauchs in Krankenhäusern behan­del­ten Kinder und Jugendliche ist leicht gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mit. Demnach wurden 2017 rund 14.900 Minderjährige zwischen zehn und 17 Jahren wegen übermäßigen Alkoholkonsums stationär aufgenommen. Das waren 1,6 Prozent weniger als 2016.

Im Langzeitvergleich hat sich die Zahl der behandelten Kinder und Jugendlichen seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt. Im Jahr 2000 waren knapp 7.000 Minderjährige wegen Alkoholmissbrauchs stationär behandelt worden.

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Den Statistikern zufolge neigen Jungen stärker zum Rauschtrinken als Mädchen. 2017 kamen auf 100.000 Einwohner zwischen zehn und 17 Jahren im Schnitt 258 Fälle, in denen Jungen wegen akuten Alkoholmissbrauchs in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Bei den Mädchen lag der Wert bei 229 Fällen. Knapp 18 Prozent der behandelten Kinder und Jugendlichen waren jünger als 15 Jahre.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat unterdessen zur Fastenzeit zum Verzicht auf Alkohol aufgerufen. Interessierte könnten bei der Aktion unter dem Motto „Kannst du ohne?“ ab Aschermittwoch (26. Februar) bis zum 9. April testen, wie leicht oder schwer ihnen eine sechswöchige Zeit ohne Alkohol falle, teilte die BZgA mit.

Die Teilnehmer könnten prüfen, welche körperlichen und psychischen Veränderungen sie feststellen. „Der Verzicht auf das Zellgift Alkohol hat positive Auswirkungen für Körper und Seele“, sagte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss zur Online-Fastenaktion von „Alkohol? Kenn dein Limit“. Wer zuvor regelmäßig Alkohol getrunken habe, dem werde das Fasten möglicherweise nicht leicht fallen.

„Umso wichtiger ist die Alkoholpause, denn regelmäßiger Konsum kann schleichend in eine Abhängigkeit führen. Die BZgA bietet mit der Fastenaktion deshalb eine gute Mög­lich­keit, den eigenen Konsum kritisch zu prüfen und dem Körper die Chance für Regene­ra­tions­prozesse zu geben“, so Thaiss.

Auf kenn-dein-limit.de sowie in den Sozialen Netzwerken und per Newsletter gibt die Bundeszentrale den Teilnehmenden Tipps. Wie lehnt man angebotene alkoholische Ge­tränke höflich, aber bestimmt ab? Welche alkoholfreien Drinks sind leckere Alternativen? Auch werde ergänzend erläutert, welche positiven Effekte das Alkoholfasten hat. © afp/aerzteblatt.de

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