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In sozialen Medien wird viel über Gesundheit diskutiert

Dienstag, 18. Februar 2020

/dpa

Hamburg – Deutsche Nutzer sozialer Medien befassen sich derzeit besonders mit den drei Themen Gesundheit, Familie und Erfolg. Das geht aus dem neuen Werteindex 2020 hervor, den die Beratungs- und Marktforschungsinstitute Kantar und Trendbüro heute in Hamburg vorstellten.

Der Index basiert auf einer Auswertung von Diskussionen in deutschsprachigen sozialen Medien, die im Zeitraum Mai bis September 2019 geführt wurden. Die Gesundheit nahm dabei den Spitzenplatz ein, erklärten die Experten.

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In den Diskussionen gehe es dabei momentan etwa sehr häufig um die Bereiche Selbst­diagnose und -therapie. „Der persönliche Austausch über konkrete Diagnosen, Therapien und diesbezügliche Ratschläge spielt wieder eine wichtigere Rolle als zuletzt.“ Die Ge­sundheit habe im Index schon 2014 und 2016 an der Spitze gelegen.

Bei dem Thema Familie würden oft „alltägliche, aber als kostbar wahrgenommene Mo­mente mit der eigenen Familie zelebriert“ sowie zudem häufiger als früher Konflikte im familiären Umfeld besprochen. Die Rubrik Erfolg habe im Vergleich zum Vorjahr 2019 an Bedeutung zugelegt. Dabei gehe es „hauptsächlich darum, worin man erfolgreich ist“.

In der Gesamtschau diagnostizierten die Analysten nach mehreren Jahren, in denen die Diskussionen nach ihren Angaben privater und alltäglicher wurden, bei der persönlichen Kommunikation in sozialen Medien nun zugleich eine Trendwende hin zu mehr „öffentli­chen Diskussionen“. Das gehe etwa zulasten des Themas Natur, das 2018 den ersten Platz inne hatte. Im aktuellen Index liege es nur noch auf dem siebten Rang.

Laut Autoren hat die Natur „ihre Natürlichkeit als reinen Marketingkontext verloren und ist nun Teil einer breiteren politischen und gesellschaftlichen Diskussion, die weniger in Social Media stattfindet“.

Auch insgesamt gebe es eine „Verschiebung von weniger Lifestyle zu mehr Politik“. Die Untersuchung fußt auf Analysen von rund 3,3 Millionen Beiträgen in den sozialen Me­dien. Sie soll in erster Linie der Konsumentenforschung dienen. © afp/aerzteblatt.de

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