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Ausland

Digitalpläne der EU-Kommission: Daten einfacher austauschen

Mittwoch, 19. Februar 2020

/adiruch na chiangmai, stock.adobe.com

Brüssel – Mit umfassenden Digitalreformen will die EU-Kommission Europa fit für den Wett­bewerb bei Zukunftstechnologien mit den USA und China machen. Die heute in Brüssel vor­gestellten Pläne sehen unter anderem vor, dass Daten innerhalb der EU einfacher ausge­tauscht werden können und so technische Innovation antreiben.

Von den Datensammlungen sollen Behörden, Unternehmen und die Wissenschaft profitie­ren. Für Bereiche wie das Gesundheitssystem, den Klimaschutz oder den Verkehrssektor sollen eigene Datenräume geschaffen werden, in denen Informationen ohne Hindernisse ausgetauscht werden.

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Zugleich will die Behörde den Gebrauch Künstlicher Intelligenz (KI) vorantreiben. Dabei solle genau darauf geachtet werden, dass die benutzten Daten nicht zu tendenziösen Ergebnissen führen.

Deshalb sollen Behörden die genutzten Datensets in sensiblen Bereichen wie dem Ge­sundheitssektor prüfen und zertifizieren. Das soll ausschließen, dass bestimmte Bevölke­rungsgruppen durch die Ergebnisse diskriminiert werden. Für risikoarme Anwendungen soll ein solches Label freiwillig sein.

Die Investitionen in KI sollen nach EU-Plänen in diesem Jahrzehnt auf 20 Milliarden Euro pro Jahr steigen, nachdem sie 2016 rund 3,2 Milliarden Euro erreicht hatten. Gleichzeitig soll die Forschung zu KI besser grenzüberschreitend organisiert werden.

Bei allen Plänen sollten die Grundrechte der Europäer gewahrt werden, betont die EU-Kommission. „Ich möchte ein digitales Europa, das das beste Europas widerspiegelt: offen, fair, vielfältig, demokratisch und selbstbewusst“, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen heute. Zunächst einmal wartet die Behörde nun auf Feedback und will dieses dann bei weiteren Schritten berücksichtigen. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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