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Medizin

Tau-Proteine breiten sich bei Alzheimer wie bei einer Infektion aus

Donnerstag, 20. Februar 2020

/Juan Gärtner, stock.adobe.com

München – Die bei Alzheimer bekannten sogenannten Tau-Proteine scheinen sich in zusammenhängenden neuronalen Netzwerken wie bei einer Infektion zu verbreiten. Das haben Wissenschaftler des Instituts für Schlaganfall- und Demenzforschung am Klinikum der Ludwigs-Maximilians-Universität München in einer Längsschnitt-Studie bei Alzheimer Patienten nachgewiesen. Ihre Ergebnisse sind im Fachmagazin Nature Communications erschienen (DOI: 10.1038/s41467-019-14159-1).

Eine Alzheimer-Demenz umfasst nach derzeitiger Kenntnis unter anderem eine Ablagerung von sogenannten Beta-Amyloid-Proteinen im Gehirn in Form sogenannter Plaques, die sich außerhalb der Nervenzellen anreichern. Bald darauf häufen sich sogenannte Tau-Proteine innerhalb der Nervenzellen im Gehirn an, die für das Fortschreiten der Demenz offenbar entscheidend sind.

„Je stärker die Tau-Pathologie, desto ausgeprägter ist in der Regel die klinische Symptomatik der Patienten“, erläutert der Erstautor der Studie, Nicolai Franzmeier vom Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung.

Die Wissenschaftler haben die Verteilung der Tau-Proteine im Gehirn von Alzheimer-Patienten mit Hilfe einer sogenannten tau-PET-Untersuchung beleuchtet. Die Forscher untersuchten 2 Stichproben mit jeweils etwa 50 Alzheimer-Patienten, die über 1 bis 2 Jahre mit der Tau-PET-Untersuchung nachverfolgt wurden.

Zu Studienbeginn wurden die Gehirne der Patienten außerdem mit einem anderen bildgebenden Verfahren untersucht, der funktionellen Magnetresonanz-Tomografie. „Mit diesen Längsschnitt-Daten haben wir analysiert, ob sich die Ausbreitung der Tau-Proteine im Verlauf anhand der Topologie funktioneller Hirnnetze vorhersagen lässt“, so Franzmeier.

Tatsächlich verbreitet sich die Tau-Pathologie im Verlauf der Erkrankung laut den Studienergebnissen vornehmlich entlang miteinander vernetzter Hirnregionen. „Die Vorhersage der Ausbreitung von Tau in diesen Netzwerken könnte sich damit als wichtig für die Vorhersage der zukünftigen Abnahme in der mentalen Leistung erweisen“, erläutert der Arbeitsgruppenleiter Michael Ewers. © hil/aerzteblatt.de

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