NewsAuslandSchwangerschafts­abbrüche: Demonstration für Legalisierung in Argentinien
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Schwangerschafts­abbrüche: Demonstration für Legalisierung in Argentinien

Donnerstag, 20. Februar 2020

Frauen demonstrierten in mehreren Städten Argentiniens für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. /picture alliance, Natacha Pisarenko

Buenos Aires – Tausende Frauen haben in Argentinien für die Legalisierung von Schwan­gerschaftsabbrüchen demonstriert. Auf der Kundgebung vor dem Kongressgebäude in der Hauptstadt Buenos Aires warben die Demonstrantinnen für einen entsprechenden Ge­setz­entwurf.

Der neue linksgerichtete Präsident Alberto Fernández hatte Anfang Februar ein Gesetz in Aussicht gestellt, das „die Bestrafung von Abtreibungen beenden“ soll.

Anzeige

Viele der Frauen trugen auf der Demonstration grüne Schals, die zum Symbol der argen­ti­nischen Abtreibungsbefürworter geworden sind. „Wir sind hier, um dafür zu kämpfen, dass das Gesetz in diesem Jahr verabschiedet wird“, sagte die Demonstrantin Antonella D'Alessio. Eine ungewollte Schwangerschaft sei wie Folter.

Im Juni 2018 war ein ähnlicher Gesetzentwurf bereits vom argentinischen Unterhaus verabschiedet worden. Der von den Konservativen dominierte Senat lehnte diesen aber unter dem Druck der katholischen Kirche ab.

Der Wahlerfolg der Liberalen im Senat im vergangenen Herbst hat bei Aktivistinnen neue Hoffnung auf eine Lockerung des strengen argentinischen Abtreibungsgesetzes geweckt.

Es wird jedoch erwartet, dass konservative Politiker sich vehement gegen die Reformbe­strebungen wehren werden. Die katholische Kirche in Argentinien rief zu einer Anti-Ab­treibungskundgebung am 8. März auf – dem Internationalen Frauentag.

In dem südamerikanischen Land sind Schwangerschaftsabbrüche verboten und werden mit bis zu vier Jahren Gefängnis bestraft. Ausnahmen sind nur nach Vergewaltigungen zulässig oder wenn das Leben der Mutter gefährdet ist. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

1. April 2020
Washington − Ein wegen der Coronakrise verhängtes vorübergehendes Verbot für Schwangerschaftsabbrüche von im US-Bundesstaat Texas bleibt vorerst in Kraft. Ein US-Berufungsgericht kippte jetzt
Juristischer Streit um vorläufiges Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen in Texas
31. März 2020
Washington – Ein US-Richter hat ein vom Bundesstaat Texas erlassenes generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen während der Coronakrise aufgehoben. Ein durchgängiges Verbot von
Vorläufiges Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen in Texas gekippt
26. März 2020
Berlin − Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) hat mit den zuständigen Landesministern vereinbart, dass eine Schwangerschaftskonfliktberatung während der Coronakrise auch online oder
Schwangerschaftsberatung soll auch online möglich sein
18. März 2020
Wellington – Abtreibungen sind in Neuseeland künftig nicht mehr strafbar. Das Parlament in Wellington verabschiedete heute ein entsprechendes Gesetz. Bislang galt Schwangerschaftsabbruch in Neuseeland
Abtreibungen in Neuseeland künftig nicht mehr strafbar
5. März 2020
Berlin – Die Liste der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) mit Ärzten und Krankenhäusern, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, ist erneut aktualisiert worden. Sie umfasst nun 319 Einträge – mit Daten aus allen
Schwangerschaftsabbrüche: Liste mit Ärzten wächst
5. März 2020
Washington – Der Oberste US-Gerichtshof hat sich erstmals seit längerer Zeit wieder mit der höchst umstrittenen Frage von Schwangerschaftsabbrüchen befasst. Bei der Anhörung des Supreme Court ging es
Oberstes US-Gericht befasst sich mit Schwangerschaftsabbrüchen
3. März 2020
Wiesbaden – In Deutschland sind im vergangenen Jahr 101.000 Schwangerschaften abgebrochen worden. Wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden unter Berufung auf die gemeldeten Fälle erklärte,
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER