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Notfall-Pen „Emerade“ für Allergiker zurückgerufen

Donnerstag, 20. Februar 2020

/Sherry Young, stock.adobe.com

Berlin – Notfall-Pens zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen werden wegen eines Fehlers zurückgerufen. Es geht um die Produkte „Emerade 150/300/500 Mikro­gramm Injektionslösung in einem Fertigpen“, wie die Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik heute in Berlin mitteilte.

Der Rückruf betrifft demnach chargenüber­greifend alle „Emerade“-Fertigpens mit einem Verfallsdatum bis einschließlich 10/2020. Hintergrund sei, dass einige der Pens eine grö­ßere Kraft zum Aktivieren benötigten oder sich nicht aktivieren ließen.

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Patienten, denen in den vergangenen 18 Monaten ein solcher Pen verordnet wurde, sollen nach Angaben des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) diesen daher in einer Apotheke zurückgeben.

Um die Sicherheit der Patienten nicht zu gefährden, sollen die vom Rückruf betroffenen Pens jedoch erst nach Erhalt eines Alternativproduktes zurückgebracht werden.

„Aufgrund der Marktsituation ist es jedoch möglich, dass ein alternativer Adrenalin-Auto­injektor nicht sofort zur Verfügung steht“, teilte das zuständige Berliner Landesamt für Ge­sundheit und Soziales (Lageso) einschränkend mit.

Solange kein anderes Notfall­pro­­dukt verfügbar sei, sollen Patienten zwei ordnungsge­mäß gelagerte „Emerade“-Pens „je­derzeit bei sich tragen und diese bei Bedarf wie ange­wiesen verwenden“.

Nach Hochrechnungen des Online-Magazins Apotheke Adhoc könnten bis zu 90.000 Patienten betroffen sein. © dpa/aerzteblatt.de

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