NewsVermischtesMehr Brillenträger durch mehr Bildschirmnutzung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Mehr Brillenträger durch mehr Bildschirmnutzung

Freitag, 21. Februar 2020

/dpa

Berlin – Zwei Drittel der Menschen in Deutschland brauchen eine Brille. Der Anteil der Brillenträger wuchs in der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen während der vergangenen fünf Jahre um vier Prozentpunkte, unter den 30- bis 44-Jährigen gab es einen Zuwachs um sechs Prozentpunkte. Das geht aus einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allens­bach im Auftrag des Kuratoriums Gutes Sehen hervor.

Insgesamt tragen laut der „Brillenstudie“ heute 67 Prozent der Bevölkerung – 41,1 Millio­nen Menschen – eine Sehhilfe. Bis zur Jahrtausendwende bewegte sich diese Zahl lange stabil zwischen 62 bis 64 Prozent.

Anzeige

Die Autoren der Untersuchung führen besonders die Zunahme der Kurzsichtigkeit auf die vermehrte Nutzung von Bildschirmen und Smartphones zurück. Das ständige „Nahsehen“ und künstliches Licht würden die Augen besonders belasten. Blickwechsel zwischen Nah- und Weitsicht sowie Tageslicht seien wichtig für die Augengesundheit.

Der schädliche Einfluss langer Bildschirmarbeit könne mit einer speziellen Bildschirm­brille reduziert werden, schreiben die Wissenschaftler. Seit 2002 sei der Anteil derer, die solche optimierten Gläser nutzten, deutlich angestiegen, von vier auf nun 13 Prozent.

Die überwiegende Mehrheit der Brillenträger besäße jedoch weiterhin keine solche Ar­beitsplatzbrille. Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine betriebliche ärztliche Untersuchung.

Wird festgestellt, dass eine solche Spezialbrille benötigt wird, muss sie vom Arbeitgeber bezahlt werden. Laut den Forschern übernehme jeder dritte Arbeitgeber die Kosten der Sehhilfen, heißt es in der Mitteilung.

Seit 1952 führt das Allensbacher Institut die Befragung zum Sehbewusstsein der Deutschen alle drei bis fünf Jahre durch. Dafür werden rund 2.500 Interviews mit ausgewählten Personen ab 16 Jahren geführt. © jff/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #751684
mednews for all
am Dienstag, 3. März 2020, 13:53

Bildschirmbrillen reichen nicht aus, man muss sich bewusst nach neuen Strategien umschauen um die Bildschirmarbeit zu reduzieren, dazu gehört auch die Substitution durch Pen und pencil, und eine andere aktive Pausen gestalltung,

wo es sonst hinführt sieht man in Taiwan, Südkorea und Japan schon oft genug.
Dort werden inzwischen auch aktiv Gegenmaßnahmen eingeleitet, auch wenn dies nur begrenzt abläuft.
LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER