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Beschäftigte leiden verstärkt unter Arbeitsbelastung und Informationsflut

Montag, 24. Februar 2020

/vectorfusionart, stock.adobe.com

Berlin/Dortmund – Beschäftigte im öffentlichen Dienst leiden häufiger unter einer hohen Arbeitsintensität als Beschäftigte anderer Wirtschaftsbereiche. Das hat die Bundeanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ermittelt.

67 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst berichten, dass sie häufig verschie­de­ne Arbeiten gleichzeitig betreuen müssen. In der Industrie trifft das 58 Prozent, im Hand­werk 50 Prozent der Beschäftigten. Ebenso werden laut Studie Beschäftigte im öffentlichen Dienst häufiger unterbrochen als ihre Kollegen in anderen Wirtschaftsbe­rei­chen. Zugleich macht die steigende Informationsflut Arbeitnehmern branchenübergrei­fend zunehmend zu schaffen.

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Was sich dagegen tun lässt hat die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) in ihrem aktu­ellen iga.Report zusammengefasst. Die Broschüre informiert über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Psyche der Beschäftigten und zeigt auf, wie diesen begegnet wer­den kann. In der iga arbeiten gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung gemeinsam daran, die Gesundheit im Arbeitsleben zu fördern.

Dass Informationen Beschäftigte häufig doppelt, zu früh oder zu spät erreichen, ist den Autoren vor allem auf eine unzureichende Qualität der Datenflüsse und -quellen im Un­ternehmen zurückzuführen. Auch ein Nebeneinander unterschiedlicher Kommunikations­systeme wie E-Mail, Social Media und Groupware trage zum Gefühl der „Informations­über­flutung“ bei. Umso wichtiger sei es, Prozesse besser zu planen und die Zahl der Da­ten­quellen zu verringern.

Darüber hinaus werden Arbeitsmotivation, Zufriedenheit und Lebensqualität auch durch die Gestaltung der Arbeitszeit beeinflusst. Wer immer zur Verfügung steht und jederzeit erreichbar ist, fühlt sich schnell fremdbestimmt und ausgebrannt. Flexible Kernarbeits­zeiten und definierte „Offline-Zeiten“ könnten der Analyse zufolge Abhilfe schaffen.

Neben den Risiken beschäftigt sich der iga.Report 41 aber auch mit den Chancen des digitalen Wandels. Dazu gehört eine kontinuierliche Wissensaneignung, etwa durch den Einsatz von Webinaren zur Schulung von Mitarbeitern. Zudem entstehen neue Freiräume durch orts- und zeitunabhängiges Arbeiten. © hil/sb/aerzteblatt.de

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