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Ausland

Tote bei Erdbeben in iranisch-türkischem Grenzgebiet

Montag, 24. Februar 2020

/picture alliance, AA

Istanbul – Bei einem Erdbeben an der iranisch-türkischen Grenze sind mehrere Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere verletzt worden. Das Beben der Stärke 5,7 erschütterte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS gestern Morgen die iranische Provinz West-Aserbaidschan in weniger als zehn Kilometern Entfernung zur tür­kischen Grenze. Das Zentrum des Bebens lag laut dem Erdbebenzentrum der Univer­sität Teheran in sechs Kilometern Tiefe in der Nähe des Dorfs Habasch-e Olja.

In der türkischen Provinz Van kamen mindestens neun Menschen ums Leben, darunter vier Kinder, wie Innenminister Süleyman Soylu nach einem Besuch vor Ort sagte. Nach Angaben von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Fahrettin Koca wurden 37 weitere Menschen verletzt, acht von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

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Im türkischen Fernsehen waren Aufnahmen eingestürzter Lehmhäuser in den verschnei­ten Dörfern des Grenzgebiets zum Iran zu sehen. Unter den Trümmern werde aber nie­mand mehr vermutet, sagte Innenminister Soylu.

Auf der iranischen Seite der Grenze wurden nach Angaben der Rettungsdienste mindes­tens 51 Menschen verletzt. 17 von ihnen mussten demnach in Krankenhäuser gebracht werden. Häuser in 43 Dörfern wurden beschädigt.

Unter dem Iran verlaufen mehrere tektonische Bruchlinien, das Land wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Im November 2017 waren bei einem Beben der Stärke 7,3 in der westiranischen Provinz Kermanschah 620 Menschen ums Leben gekommen.

Das verheerendste Erdbeben im Iran ereignete sich im Jahr 1990: Damals wurden im Nor­den des Landes 40.000 Menschen durch ein Erdbeben der Stärke 7,4 getötet. 300.000 weitere Menschen wurden damals verletzt, eine halbe Million verlor ihre Häuser.

Auch die Osttürkei wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Anfang des Monats waren bei zwei Lawinen in der Provinz Van 41 Menschen umgekommen. © afp/aerzteblatt.de

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