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Medizin

Kinder rauchender Mütter haben mehr Knochenbrüche

Montag, 24. Februar 2020

/highwaystarz, stock.adobe.com

Örebro – Kleinkinder von Müttern, die während der Schwangerschaft rauchen, haben im 1. Lebensjahr ein höheres Risiko für Knochenbrüche als Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft nicht geraucht haben. Das berichten Wissenschaftler um Judith Brand von der School of Medical Sciences, Örebro University, Schweden, im British Medical Journal (doi 10.1136/bmj.l7057).

„Viele Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen in der Schwanger­schaft und Wachstumsproblemen bei Säuglingen gefunden. Aber es gibt nur wenige und uneinheitliche Belege für die Auswirkungen des Rauchens in der Schwangerschaft auf die Knochengesundheit und das Risiko von Knochenbrüchen bei Kindern in verschiedenen Lebensabschnitten“, erklären die Forscher.

Für die Studie werteten sie Daten von 1,6 Millionen Menschen aus, die zwischen 1983 und 2000 in Schweden geboren wurden und deren Mütter in der Frühschwangerschaft rauchten (377.367) und nicht rauchten (1.302.940).

Die Nachkommen wurden von der Geburt bis zu einem Durchschnittsalter von 21 Jahren (Höchstalter 32 Jahre) verfolgt. In diesem Zeitraum wurden 377.970 Frakturen festgestellt (eine Rate von 11,8 pro 1.000 Personenjahre).

Insgesamt war das Rauchen der Mutter mit einer höheren Rate von Frakturen bei den Nachkommen im 1. Lebensjahr verbunden. In absoluten Zahlen betrug das Frakturrisiko bei denjenigen, die dem mütterlichen Rauchen ausgesetzt waren, 1,59 pro 1.000 Personenjahre, verglichen mit 1,28 pro 1.000 Personenjahre bei den Kindern nichtrauchender Mütter.

Laut den Forschern war das Risiko dosisabhängig: Im Vergleich zum Nichtrauchen gab es ein um 20 % erhöhtes Risiko bei 1 bis 9 Zigaretten am Tag und ein um 41 % erhöhtes Risiko für 10 oder mehr Zigaretten am Tag.

Es gab in allen Analysen aber keine Hinweise darauf, dass das mütterliche Rauchen während der Schwangerschaft mit dem Risiko von Frakturen bei den Nachkommen im Alter von 1 bis 5 Jahren in Verbindung steht.

Die Autoren weisen darauf hin, dass es sich bei der Analyse um eine Beobachtungsstudie handelt, welche per se keine Ursachen klärt. © hil/aerzteblatt.de

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