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Politik

Deutscher Fiskus mit Milliardenüberschuss

Dienstag, 25. Februar 2020

/dpa

Wiesbaden – Der deutsche Fiskus hat trotz der Konjunkturabkühlung auch im vergange­nen Jahr mehr Geld eingenommen als ausgegeben. Auf 49,8 Milliarden Euro bezifferte das Statis­tische Bundesamt (Destatis) heute den Überschuss von Bund, Ländern, Gemein­den und Sozialkassen.

Die Behörde bestätigte damit vorläufige Angaben. 2018 hatte es noch ein Re­kord­­ergebnis von 62,4 Milliarden Euro gegeben. Der Überschuss machte im vergangenen Jahr 1,4 Pro­zent des Bruttoinlandsproduktes aus, nach 1,9 Prozent im Vorjahr.

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Deutschland ist damit weit entfernt von der Defizitgrenze des Maastricht-Vertrages, in dem sich die Europäer ein Haushaltsdefizit von 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung erlauben.

Die deutsche Wirtschaft hatte im vergangenen Jahr deutlich an Tempo verloren. Interna­tionale Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltkonjunktur belasteten die export­orientierte deutsche Industrie. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt war dennoch gut. Sozialab­gaben und Steuern sprudelten kräftig und spülten Milliarden in die öffentlichen Kassen.

Zum Jahresende ging Europas größter Volkswirtschaft die Puste aus. Im vierten Quartal stagnierte das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal. Die Wiesbadener Behör­de bestätigte damit eine erste Schätzung.

Vor allem sinkende Exporte bremsten die Entwicklung zum Jahresende. Im Gesamtjahr wuchs die deutsche Wirtschaft um 0,6 Prozent. Das war wesentlich schwächer als in den beiden Vorjahren. © dpa/aerzteblatt.de

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