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Suche nach maßgeschneiderten Immuntherapien bei Sepsis

Dienstag, 25. Februar 2020

/Kateryna Kon, AdobeStock.com

Bonn – Ansätze für eine personalisierte Immuntherapie bei Sepsis suchen Wissenschaft­ler im Rahmen des neuen EU-Forschungsprojekts „ImmunoSep“. Das vom Radboud Uni­versity Medical Center, Nijmegen, Niederlande, koordinierte Vorhaben erhält in den nächsten vier Jahren mehr als zehn Millionen Euro aus dem Rahmenprogramm „Horizon 2020“ der Europäischen Union (EU).

Die Universität Bonn ist daran beteiligt und erhält rund 750.000 Euro Fördermittel. Auch das Universitätsklinikum Jena (UKJ) beteiligt sich als klinisches Studienzentrum.

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Sepsis tritt mit schätzungsweise 50 Millionen Fällen weltweit pro Jahr auf. Sie ist eine der häufigsten Todesursachen für Krankenhaus-Patienten in europäischen Ländern mit einer hohen Sterblichkeitsrate von 30 bis 40 Prozent.

„Wir wollen einen neuen Weg zur Behandlung schwerer Infektionen durch eine persona­lisierte Behandlung eröffnen, die einen qualitativen Sprung im Ergebnis der Sepsis dar­stellen und eine Grundlage für die künftige Präzisionsmedizin bei immunologischen Er­krankungen schaffen kann“, sagte Evangelos Giamarellos-Bourboulis von der National and Kapodistrian University of Athens.

Er koordiniert das Projekt zusammen mit Mihai Neta, Leiter der Abteilung für Experimen­telle Medizin, Abteilung für Innere Medizin am Radboud University Medical Center (Rad­boudUMC), sowie Abteilungsleiter für Immunologie und Stoffwechsel am Life & Medical (LIMES) Institut der Universität Bonn.

ImmunoSep bringt Partnerinstitutionen aus Österreich, Frankreich, Griechenland, Deutsch­land, Israel, den Niederlanden, Rumänien, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zusammen. © hil/aerzteblatt.de

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