NewsPolitikSpahn soll Vize-Vorsitzender der CDU werden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Spahn soll Vize-Vorsitzender der CDU werden

Dienstag, 25. Februar 2020

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (rechts) und Armin Laschet (Mitte, beide CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen /picture alliance, Michael Kappeler

Berlin – Im Kandidatenwettbewerb um den Parteivorsitz der CDU hat Bundesgesund­heits­minister Jens Spahn selbst auf eine Kandidatur verzichtet und soll stattdessen stell­vertretender Parteivorsitzender werden. Das kündigte ein Kandidat für das Parteispitzen­amt, Nordrhein-Westfalens (NRW) Ministerpräsident Armin Laschet, heute in Berlin an.

Mit einer Kandidatur und möglichen Wahl zum Parteivorsitzenden würde Laschets Platz auf einem der Posten als Stellvertreter frei. Spahn ist in der CDU bisher Mitglied des Prä­si­diums. In dieses Parteigremium wurde er nach seiner erfolglosen Kandidatur für den Parteivorsitz im Dezember 2018 mit sehr großer Mehrheit gewählt.

Anzeige

Vor Journalisten in Berlin erklärte Spahn, dass der Verzicht auf die Kandidatur ihm nicht leicht gefallen sei. „Es kann aber nur einen Parteichef geben“, so Spahn, daher müsse auch jemand zurückstecken. Spahn sieht seine Partei in der größten Krise der Parteige­schichte.

„Ich will nicht, dass Angela Merkel die letzte Bundeskanzlerin für die CDU war“, sagte er. Viel Vertrauen sei in der vergangenen Zeit in der Bevölkerung verlorengegangen, dass der Rechtsstaat nicht mehr funktioniere. „Das fängt bei Flughäfen, die nicht fertig wer­den, an und hört bei Arztterminen, die Menschen nicht bekommen, auf“, so Spahn.

Es müsse wieder Vertrauen geben, dass der Staat auch Probleme lösen kann. Seine Kan­di­datur im Herbst 2018 für den Parteivorsitz sei richtig und wichtig gewesen. „Nur ein zweites Mal solch eine Tour, das ist bei der derzeitigen Ausgangslage einmal zu viel“, so Spahn weiter. Daher unterstütze er den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet bei seiner Kandidatur für das höchste CDU-Parteiamt.

Die gemeinsame Kandidatur sei ein Angebot, in dem sich „alle in der CDU wiederfinden werden“, sagte Laschet, sie sei ein „sehr integratives Angebot“. Spahn sagte, Laschet habe als Ministerpräsident in NRW bewiesen, „dass er Konservatives, Soziales und Liberales zusammenführen kann“.

Ende April werden die 1.001 Delegierten eines Sonderparteitages der CDU in Berlin den neuen Vorsitzenden der Partei wählen. Mit zur Wahl stehen außerdem Friedrich Merz und Norbert Röttgen. © bee/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

15. Januar 2020
Hannover – Im Streit um die Einführung einer Landarztquote in Niedersachsen ist Wissenschaftsminister Björn Thümler von seinem klaren Nein abgerückt. „Wir müssen ein Paket daraus machen, und dann will
Wissenschaftsminister schließt Landarztquote in Niedersachsen nicht mehr aus
18. Dezember 2018
Berlin – Im kommenden Jahr will der Gesetzgeber – unter Berücksichtigung des Datenschutzes und der Datensicherheit – die Möglichkeiten einer freiwilligen Datenspende schaffen. Manchen geht das
Hecken plädiert für verpflichtende Datenspende
7. Dezember 2018
Hamburg – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn hat bei seiner Kandidatur für den CDU-Parteivorsitz eine Niederlage erlitten. Im ersten Wahlgang stimmten 157 der 999 Delegierten für Spahn, das sind
Spahn im Rennen um CDU-Parteivorsitz ausgeschieden
29. Oktober 2018
Berlin/Düsseldorf – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn will als Nachfolger von Bundeskanzlerin Angela Merkel für den CDU-Parteivorsitz kandidieren. Merkel bestätigte heute, dass Spahn neben
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter will CDU-Parteichef werden
16. April 2018
Lichtenwalde – Sachsens CDU will Lücken in der medizinischen Versorgung verhindern. Dazu verabschiedete die Union auf einer Klausur in Lichtenwalde ein Positionspapier unter dem Titel „Von der Hebamme
CDU-Sachsen legt Positionspapier zur Gesundheitsversorgung vor
20. März 2018
Berlin – Der frühere Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) ist zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag gewählt worden. Gröhe ist künftig für die Bereiche
Unionsfraktion wählt Gröhe zum Fraktionsvize
26. Februar 2018
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) hat sich bei seiner Partei mit wehmütigen Worten aus dem Amt verabschiedet. „Ich habe gerne Verantwortung für die Gesundheitspolitik in unserem
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER