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Unentbehrliche Arzneimittel: WHO legt digitales Verzeichnis auf

Donnerstag, 27. Februar 2020

/Screenshot DÄ

Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO hat eine digitale Version ihrer Liste unent­behrlicher Arzneimittel vorgestellt (Model List of Essential Medicines, EML). Diese Liste existiert seit 1977. Alle zwei Jahre wird sie von einer WHO-Expertengruppe überarbeitet und in gedruckter Form oder im PDF-Format veröffentlicht.

Sie enthält unter anderem Informationen über verfügbare Dosierungsformen und -stärken und Angaben darüber, wer ein Medikament einnehmen sollte. Außerdem informiert sie darüber, wie es verwendet werden sollte und enthält Angaben über die klinische Evidenz, die die Empfehlungen unterstützt.

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Die letzte Aktualisierung erfolgte im vergangenen Sommer. Laut WHO nutzen mehr als 150 Länder die EML, um zu ermitteln, welche Medikamente am besten ihrem nationalen Gesundheitskontext und ihren Prioritäten entsprechen, so dass sie ihre eigenen nationa­len Listen mit unentbehrlichen Medikamenten zusammenstellen können.

Die neue elektronische Version ermöglicht den Zugriff auf die EML über Smartphones und Computer in einer umfassenden, frei zugänglichen Online-Datenbank. Anstatt durch die Informationsseiten zu blättern, können die Benutzer durch einfaches Klicken auf den Namen eines Medikaments oder eines Gesundheitsproblems in der Liste suchen. Sie können auch ihre eigenen benutzerdefinierten Listen erstellen, indem sie die Liste ganz oder teilweise exportieren.

„Die elektronische Arzneimittelliste ist der jüngste Schritt in den Bemühungen der WHO, digitale Technologien zu nutzen, um Verbesserungen im Bereich der globalen öffentli­chen Gesundheit voranzutreiben und Fortschritte auf dem Weg zu einer universellen Gesundheitsversorgung zu erzielen“, teilte die WHO mit.

Die im Sommer 2019 aktualisierte Liste enthält 28 neue Arzneimittel für Erwachsene und 23 für Kinder und spezifiziert neue Verwendungsmöglichkeiten für 26 bereits aufgelistete Produkte. 460 Arzneimittel sieht die WHO laut der EML als notwendig für die Deckung der wichtigsten Bedürfnisse der öffentlichen Gesundheit an. © hil/aerzteblatt.de

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